WordPress Template-Builder – the next step

Seit einigen Jahren entwickeln sich Pagebuilder in der WordPress-Welt zur Grundausstattung. Die Idee, dass man aus einem Katalog von Blöcken ganz einfach Posts und Seiten zusammenbauen kann, ist einleuchtend und erleichtert das Webseiten-Design gewaltig. Selbst WordPress selbst hat ja mit Gutenberg inzwischen eine Art Pagebuilder an Bord.

Schaut man sich im Envato-Marktplatz die beliebtesten WordPress-Themes an, dann kommen die samt und sonders mit einem eigenen Pagebuilder. Sei es nun Avada, Enfold oder das generische X-Theme: sie alle bringen vorgefertigte Layoutbausteine mit, die man mit eigenen Inhalten befüllt.

Trapped in a theme

Der Nachteil dieser Pagebuilder: Da sie an ein bestimmtes Theme geknüpft sind, werden die Inhalte komplett unbrauchbar, wenn man das Theme wechselt. Ich selbst habe mehrere Webseiten mit Enfold gebaut. Falls ich da das Design grundlegend ändern muss, kommt das einer Neu-Entwicklung aller Inhaltsseiten gleich. Bei den Blogbeiträgen ist das nicht so schlimm, da man da meist keine Builder-Elemente verwendet.

Elementor – der Template-Builder

Seit Elementor auf dem Markt ist, wird die Welt der Pagebuilder durchgeschüttelt. Denn Elementor läuft unabhängig von Themes als Plugin. Ich kann also das Design einer Webseite jederzeit wechseln. Das ist zwar nicht erst seit Elementor möglich, zuvor gab es schon Plugins wie der WPBakery Page Builder oder den Beaver Builder.

Die Innovation von Elementor liegt aber darin, dass man eigentlich gar kein Theme mehr braucht. Denn Elementor ermöglicht es, mit einem eigenen Themebuilder alle Bereiche einer WordPress-Site nach eigenem Gusto zu gestalten. Dabei werden in Elementor die entsprechenden Templates für Header, Footer oder Error-Weiterleitungen definiert und dann dynamisch mit Content befüllt.

Divi zieht nach

Offenbar belebt die Konkurrenz das Geschäft. Denn letzte Woche hat auch Divi den Schritt vom Page-Builder zum Template-Builder gemacht. Divi gibt es schon länger und ist bei vielen Entwicklern als Framework beliebt. Nun zieht Divi also nach und ermöglicht es wie bei Elementor, die Templates der WordPress-Site zu definieren. Erste Test mit der neusten Version von Divi sind vielversprechend. Gegenüber Elementor schätze ich die noch etwas einfacher gehaltene Oberfläche. An das Pink muss man sich gewöhnen, beim UX-Design merkt man aber, dass Divi von Gestaltern für Gestalter gemacht ist.

Ob nun Elementor oder Divi zum Einsatz kommt, ist primär eine Frage der persönlichen Präferenz. In Sachen Funktionsumfang bringen beide Template-Builder das Webdesign mit WordPress auf ein ganz neues Level.

(featured image from: https://elementor.com)


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  1. Mark Howells-Mead vor 2 Monaten

    Obwohl die genannten Plugins ihr Job gut machen, ist dabei natürlich nicht zu vergessen: mit dem Core-Editor muss man seit anfangs Jahr nicht mal ein Plugin installieren, um Custom-Layouts zu bauen. Manche Customisierungen der Stile dürfen schon im Theme liegen aber Inhalte, die mit Core-Blöcke zusammengestellt sind, werden direkt in die Datenbank gespeichert. Diese erscheinen deshalb meist problemlos, wenn man auf ein anderes, mit Gutenberg-Kompatibilität versehenes, Theme wechselt.

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