WOL Circle 12 Wochen (Woche 7-9 im Rückblick) – endlich erste Ergebnisse!

WOL Circle 12 Wochen (Woche 7-9 im Rückblick)

Working Out Loud – WOL-Circle. Selbstbestimmtes Lernen. Ein Selbst-Test. (Teil 3)

Falls du den Beginn verpasst hast, hier geht es zu Woche 1 bis 3 und hier zu Woche 4 bis 6.

Woche 7

Link zum Circle-Guide für Woche 7 // Sei zielgerichtet

Das Wochenthema passt wunderbar. Sei zielgerichtet. Wir treffen uns, mittlerweile mehrheitlich nur noch zu dritt, virtuell. Der Start ist wie immer ein „Wie geht es uns, was war die letzte Woche so los?“ Immer ein wenig ziellos, jeder erzählt so ein wenig. Heute, (derzeit bin ich in Woche 10) weiss ich, wir müssen auch hier zielgerichteter werden, also über unsere zuvor gesteckten Lernziele berichten.

Die erste Übung startet: Ein Brief von deinem zukünftigen Ich (20 Minuten). Dieser Brief ist eine klassische Übung zum Visionieren. Du suchst dir ein Datum einige Monate oder Jahre in der Zukunft aus (12 bis 36 Monate ist ein guter Zeitraum) und stellst dir vor, dass deine Bemühungen, dein Ziel zu erreichen, so erfolgreich waren, wie erhofft. Dann schreibst du deinem jüngeren Ich und erzählst ihm, was passiert ist.

Ich finde diese Übung absolut wertvoll, bringt mich aber meinem eigentlichen Lernziel wieder einmal kein Stück weiter. Ich interveniere (sprich: mir platzt der Kragen) und ich mache meinem Unmut Platz. Für diese Art von Übungen mache ich den WOL nicht. Das gehört für mich in Visions-Seminare und Coaching. Diese besuche ich seit vielen Jahren regelmässig und kenne derlei (absolut gute und sinnvolle) Visionsübungen. Aber hier hat sie meiner Meinung nach nichts zu suchen.

Und das Spannende: ich bekomme Zustimmung! Auch die anderen Teilnehmer sehen das so. Also, kurzer Break, kurzes Innehalten und eine Planänderung: „So, Heike, erzähl mal, was steht bei dir gerade an und wie kommst du deinem Ziel näher?“ Wow!

Also berichte ich, dass ich gern ein kleinteiliges Onlineprogramm aufbauen möchte zum Thema „Professioneller Umgang mit InDesign“ und mich frage, wie wohl heute gelernt wird. Denn: ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass es Menschen gibt, die nicht gern lernen. Ich kann nun von dem Wissen der beiden anderen profitieren, denn sie sind beide in grossen Unternehmen eben auch für die Wissensvermittlung (blödes Wort, aber so nenne ich das jetzt mal) verantwortlich.

Wir fachsimpeln darüber, welcher Weg der richtige sei, welche Kanäle genutzt werden können, wie klein- oder grossteilig so ein Angebot sein muss, damit es den grösstmöglichen Nutzen für die Teilnehmenden und Freude für mich bringt. Wieder einmal stehe ich vor der Herausforderung, erst einen Prototypen zu generieren, dann zu konsolidieren und dann weiter umzusetzen.

Ich bekomme den Input, dass eine granular aufgebaute Lernumgebung wohl mehr Menschen abholen würde. Mir schwirren viele Ideen während des Circles im Kopf herum, ich notiere vieles. Trello ist hier mein „externes Hirn“, da ich hier pro Gedanken eine Karte erstelle, die ich dann später, sortiert und priorisiert, noch zu Aufgaben, in mein ToDo-Kanban rüberschieben werde. Beide Circle-Member geben hilfreichen Input, geben Dinge zu bedenken. Ich bin ihnen zutiefst zu Dank verpflichtet. Endlich komme ich meinem Ziel etwas näher.

Während wir nun auch über die Themen der anderen beiden sprechen, ihnen helfen, ich vielleicht auch den einen oder anderen Input geben kann, bin ich froh, meiner Unruhe Platz gemacht zu haben. Und jetzt merke ich beim Schreiben, dass ich dazu keine Notizen gemacht habe und hier nicht mehr genau reflektieren kann, was wirklich deren Thema in Woche 7 war.

Fazit:

Während 6 Wochen hat sich eine Art Vertrauen aufgebaut, welches mich veranlasst hat, aktiv Feedback zu geben um den Nutzen einzufordern. Ich merke plötzlich, dass auch den beiden anderen das starre Festhalten am Circle-Guide nicht so viel bringt und wir agiler damit umgehen müssen. Und ich erfahre, dass wir alle hier sind, um uns gemeinsam zu unterstützen, egal, wohin uns der jeweilige Weg führt. Ich freue mich schon auf die nächste Woche.

Woche 8

Link zum Circle-Guide für Woche 8 // Mach es zur Gewohnheit

Wir steigen gleich mit einem Learning ein: „Fake it until you make it!“ Einfach mal anfangen, einfach mal machen heisst die Devise. Learning by Doing. Fehler machen ist erlaubt. Wir merken, dass wir vorankommen, dass wir aber auch in einem Informationsüberfluss manchmal den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen.

Wir berichten von Momenten, wo wir noch keine Ahnung hatten, was auf uns zukommt, wie wir dennoch gestartet sind und uns auf dem Weg alle nötigen Skills aneignen. Hierzu keiner Exkurs zu „Leaving Home Funktion„, 5 Künstler, die mit alten Ural-Motorrädern auf dem (Fast-)Landweg über Russland nach New York fahren wollen und weder einen Führerschein noch Mechaniker-Erfahrungen hatten. Heute können sie so eine alte Ural im Schlaf auseinander- und wieder zusammenschrauben. Auch sie haben auf ihrem Weg gelernt. Alles, was sie so brauchen. Und wahrscheinlich noch so viel mehr.

Wir nehmen uns vor, Lern-Dinge zur Gewohnheit zu machen, einfach mal anfangen, nicht gleich alle Probleme sehen und nicht mit angezogener Handbremse starten zu wollen.

Heutige Aufgabe neben unserem Check-in: Einmal reflektieren, was alles zur Gewohnheit werden kann:

  • Setze dir erreichbare Ziele
  • Mach kleine Schritte
  • Strukturiere deine Umgebung
  • Erwarte Rückschläge
  • Werde dir deiner Erfolge bewusst und feiere sie
  • Finde einen Freund, der dir beim Umsetzen deines Lernzieles helfen kann
  • Stell dir dein Wunschleben vor

Fazit:

Zu meinem Thema „Lerngruppe InDesign“ habe ich weitere Hinweise bekommen: den administrativen Aufwand klären, die Gruppengrösse analysieren, ich habe noch einige gute Informationsquellen erhalten zum Thema selbstgesteuertes Lernen. Und wir können über unsere Erfahrungen besser kommunizieren. In unserem Slack-Channel ist es zwar nach wie vor ruhig, aber nicht mehr still. Wir tauschen Links, wir denken aneinander und wenn uns eines der Themen des anderen über den Weg läuft, teilen wir die Informationen. Entweder im Slack oder besser noch öffentlich: eben Working out Loud.

Links:

Organisationssystem für die digital-vernetzte Wissensgesellschaft 

Eine Fachmesse als Lernevent? Experiment der CLC bei der L&Dpro am 9.5.2019

Digitale Kompetenzen L&D Professionals

Der Nürnberger Trichter hat ausgedient

Mein Post bei facebook (inkl. wertvoller Kommentare) WOL

Woche 9

Link zum Circle-Guide für Woche 9 // Entwickle mehr eigenständige Beiträge

Heute geht es so ein wenig ans Eingemachte: Eigenen Content teilen. Hier sehen sich viele nicht so in der Lage, ihre eigenen Erfahrungen zu teilen. Das ist auch absolut okay. Working Out Loud bedeutet aber auch, das, was ist, nach draussen zu tragen, zu teilen, ein Teil von Geben & Nehmen zu sein. Doch dazu braucht es Mut und auch ein wenig „der Typ dazu sein“.

Übung: Deine Top Ten (20 Minuten)

Für die meisten Menschen ist es schwierig, herauszufinden, was sie sagen wollen oder wie Sie Ihre Meinung, Ideen und laufende Arbeit als Beiträge für andere gestalten können – unabhängig davon, ob Sie einen Blog oder eine andere Website haben oder nicht. Einer der einfachsten Wege, um anzufangen, besteht darin, die Arbeit anderer Menschen anzuerkennen. “Deine Top Ten“ ist eine Liste von zehn Quellen, die sich auf dein Ziel beziehen und die du besonders nützlich oder interessant findest – Blogs, Präsentationen, Videos und andere selbst veröffentlichte Seiten. Es kann sich um Bücher, Projekte oder sogar Menschen handeln.

Diese Woche haben wir uns wieder an den Circle-Guide gehalten, weil er uns hier wirklich sinnvoll erscheint. Wir prüfen unser Netzwerk on- und offline und notieren, an welcher Stelle wir mehr Informationen geben und bekommen könnten. Wir stellen aber auch fest, dass wir einige Informationsfrei-Kontakte haben. Wir nutzen für den Business-Bereich mehrheitlich LinkedIn und Twitter und überlegen uns Strategien, wie wir der vielen Informationen Herr werden. Ich für meinen Teil stelle einige Kontakte auf LI auf unfollow, bleibe aber noch als Kontakt. Auf Twitter lese ich nur noch nach Hashtags gefiltert, keine Timeline mehr (spart mir unglaublich viel Zeit.). Und auf Instagram und Facebook stelle ich den Business-Bereich auf Minimum. Hier versuche ich in den kommenden Wochen nur noch bei privaten Themen wie Reisen und Motorradausstattung etc. vorbeizuschauen.

Fazit:

Ich merke, dass ich im Laufe der Zeit bei Recherche und Informations-Beschaffung professioneller werde. Meine Informationsquellen besser organisiere und die Zeit des Lernens effektiver nutze. Ich persönlich bin wieder dazu übergegangen, gezielt Newsletter zu abonnieren und auch gezielt wieder abzubestellen, wenn sie thematisch nicht mehr passen.

Zum Thema granulares, digitales Lernen habe ich mich für einen Kurs angemeldet, der Anfang März begann, 6 Wochen geht und mich durch ein kleines Lernziel führen soll. Dieser Kurs findet per Slack statt, was ich natürlich sehr begrüsse.

Ich bin also wieder einen Schritt weiter. Meinem WOL-Ziel etwas näher gekommen.

Links dieser Woche:

The Dinner Table University

Centre for Modern Workplace Learning

 

Mein absoluter Lese-Favorit am Ende:
Bitte lernen lassen. Danke.

 


Foto: von chika_milan


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  1. Beatrice Gasser vor 7 Monaten

    Liebe Heike
    Ich fühlte mich, als ob eine riesige Welle auf mich zukommt und mich von hinten überspült. Wie du richtig sagst, ist die Informationsflut riesig. Wir müssen lernen, dass wir nichts verpassen können, dass wir alle Zeit der Welt haben, und dass der Moment der Schlüssel zum Leben ist. Falls du immer noch eine Form suchst … vielleicht hilft dir das Bild der Spirale, die einen Anfang hat, aber kein Ende.

    Sei virtuell umarmt
    Beatrice

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