Wie arbeitet die Generation Y?

Mit stetig schnellerer Technik, moderner Kommunikation und neuen Medien sind wir aufgewachsen. Wir sind um 1980 bis 2000 geboren, mittlerweile volljährig und in der Arbeitswelt angekommen. Wir sind die Generation Y, auch Millennials genannt, haben andere Ansprüche an die Arbeitswelt.

Ich habe mich in letzter Zeit intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt. Gerade, weil ich oft Missverständnis und Missgunst zwischen den Generationen sehe. Dieser Text geht an alle verzweifelten Chefs, Eltern und Mitarbeitenden: Meine Sicht auf die Generation Y von innen (Ich bin 1999 geboren).

Work-Life-Balance vs. Work-Life-Blend

Die Generation Y kann gut hinterfragen. Zum Beispiel: „Warum sollte ich mich acht Stunden hinsetzen, mein Leben pausieren? Und wieso sollte ich danach leben, als ob es keine Arbeit gäbe?“

Berechtigte Frage, finde ich. Wir wollen eine Integration vom Arbeitsleben ins restliche Leben. Auf private Nachrichten antworten während der Arbeitszeit und erreichbar sein ausserhalb der Arbeitszeiten. Klingt für Millennials nach einem fairen Deal und einem Traumjob.

Ich habe das Glück, diese Arbeitskonditionen zu geniessen. Wenn ich gefragt werde, wie ich arbeite, sage ich meistens: „Immer und nie“. Denn es bedeutet nicht, dass ich 24/7 arbeite. Es bedeutet aber auch nicht, dass ich jeden Wochentag mein Leben für 8 Stunden pausiere.

Lohn vs. Arbeitsumfeld und Sinnfrage

Wir wollen nicht reich werden mit einem blöden Job. Was kann Geld, wenn ich mein Leben an 5 von 7 Tagen nicht so leben kann, wie ich es gerne möchte?

Ein tolles Arbeitsumfeld macht uns glücklicher. Damit meine ich profane Dinge: Kaffeemaschinen, gute Infrastruktur, Homeoffice-Optionen, einfache Pausenregelungen. Wenn ich Spass haben darf bei der Arbeit, werden Ferien auch weniger dringend.

Zudem sollte der Job einen Zweck erfüllen, hinter dem ich stehen kann. Besonders wir Millennials wünschen uns, Einfluss zu nehmen auf die Welt. Persönliche Leidenschaft kann viel mehr als Zuckerbrot und Peitsche!

Chefgehabe vs. Freundschaften

Das Zauberwort: flache Hierarchien. Hat für mich auch viel mit Transparenz zu tun. Offene Feedback-Kultur. Wir wollen Freunde bei der Arbeit, schliesslich verbringen wir viel Zeit dort!

„Der Chef sagt mir, was ich tun soll.“ Sehen wir nicht ein. Als Generation „Why“ können wir Konzepte hinterfragen und dann aber auch verbessern. Ich verstehe, dass das nervig sein kann. Aber bitte: Sprecht uns das nicht ab!

 

Arbeitsbedingungen wirken sich übrigens auch auf die Zahlen aus. Eine Studie hat ergeben, dass glückliche Arbeitende 12-20 Prozent produktiver sind.

Wer gerne mehr ins Detail gehen würde, kann sich diesen Talk anschauen. Ich finde, Steffi Burkhart erklärt wunderbar:

 

Achja, wenn wir schon mal von „den Jungen“ reden. Ein bisschen Werbung in eigener Sache: Bist du selber jung? Du interessierst dich für Marketing und Themen wie Digitalisierung, Arbeitskultur und Lernumgebungen? Weiterbildungen sind oft teuer für Auszubildende, Studenten und junge Leute. Wir von haemeulrich.com schaffen die passende Lernumgebung – passend zu deinen Bedürfnissen, deinem Budget und deiner Motivation. Hier gehts weiter für dich!

 


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  1. Christian Denzler vor 12 Monaten

    Wunderbarer Text. Erspart mir das Schreiben eines ähnlichen Textes. Ich bin völlig bei dir. Auch ich arbeite immer und nie und Ferien stressen mich eher, da ich sowieso nichts anderes mache, wie an jedem anderen Tag. Ausnahme natürlich wenn man bewusst in den Familienurlaub fährt. Dann schalte ich meine Geräte sogar mal aus 😊

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    • Simea Merki vor 12 Monaten

      Danke, Christian! Klar, mach ich auch manchmal 🙂 Aber da geht es ja mehr um das „sich disconnecten“. Muss man auch mal vom Leben… 😉

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  2. Patrick Angst vor 12 Monaten

    Hallo Simea

    Interessant, Dein Beitrag! Viele angesprochene Punkte beschäftigen auch ältere Generationen. Zum Beispiel Sinn in der Arbeit zu sehen oder seinen Tag flexibel einzuteilen. Hier sehe ich immer mehr Personen, die Mut und Energie aufbringen, sich zu verändern und Herausforderungen positiv anzugehen.

    Kreative Grüsse und einen gelungenen Tag
    Patrick

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    • Verena vor 12 Monaten

      absolut. Bin auch nicht Generation Y, sehe das aber genauso.

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    • Simea Merki vor 12 Monaten

      Hallo Patrick
      Es freut mich, das zu hören! Ich denke auch, dass es viele Leute gibt, die nicht zur Gen Y gehören und trotzdem solche Wünsche äussern. Generationenwechsel hat auch immer mit Kulturwandel zu tun 🙂
      Dir auch einen schönen Tag!
      Simea

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