Welche Skills braucht es künftig im Publishing?

Zwei Sachen sind klar:

  • Was automatisiert werden kann, wird automatisiert. Den ganzen Tag Textrahmen verketten wird verschwinden. Ebenso das Aufziehen der Gradationskurven.
  • Design wird immer anspruchsvoller, weil Aufmerksamkeit immer schwieriger zu erreichen ist. Wer auffallen will, muss sich mit der gesamten User Experience befassen, nicht bloss mit ein paar Gestaltungsregeln.

Die 4 Typen

Was heisst das für Wissen und Können im Publishing? Welche Experten braucht unsere Branche künftig? Für mich sind es Personen mit einer der folgenden Ausprägungen. Sogenannte T-Shaped-Leute, welche ein Thema exzellent besetzen und in benachbarten Themen auch einigermassen informiert sind. Selten gibt es Genies, welche mehrere Fachgebiete professionell im Griff haben.

Content Creator

Ich verwende englische Bezeichnungen, damit ich Gender neutral bin. Der Content Creator macht Inhalt. Autoren, Redakteure, Lektoren, Fotografen, Filmer, Illustratoren…

Designer

Das sind Geeks, welche sich wirklich mit der Materie auskennen. Wie oben beschrieben, es geht um die User Experience (Benutzer-Erfahrung, Erlebnis). Reine Grafik nach konventionellen Regeln macht immer mehr die künstliche Intelligenz («was automatisiert werden kann, wird automatisiert»).

Developer

Der Developer (Entwickler) ist eigentlich klar. Da gibt es die unterschiedlichen Ausrichtungen (Sprachen, Frontend/Backend, Applikationen…). Wichtig ist, dass Designer und Developer eng zusammenarbeiten. Nicht nach dem Wasserfall-Prinzip, sondern agil im Entstehungsprozess im gleichen Boot sitzend. Es geht nur zusammen.

Im Print-Publishing wird es so sein, dass der Designer ein Template optisch tunt, während der Developer es dann automatisch befüllbar macht. Damit das klappt, müssen die beiden zusammen sprechen.

Strategist

Das ist er mit der hohen Flughöhe. Er hat die Trends im Griff und weiss, was sie fürs Publishing bedeuten. Und er kennt auch die wirtschaftlichen Aspekte und befasst sich mit künftigen Businessmodellen. Er kann im Alltag Kunden beraten, Projekte leiten oder als Scrum Master zum Einsatz kommen.

Ich selber habe mich für den «Strategist» entschieden. Die anderen Rollen überlasse ich gerne der nächsten Generation bei uns. Und du? Wofür hast du Herzblut?


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  1. Daniela A. Caviglia vor 3 Monaten

    Ich halte gerne den Strategisten und den Content Creator im Einklang. Teile die Projekte also gerne möglichst 50:50 auf diese beiden Bereiche auf. Denn nur wer die Umsetzbarkeit strategischer Konzepte kennt, kann umsetzbare Strategien erarbeiten.

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  2. Roman Schurter vor 3 Monaten

    Das bringt es für mich sehr gut auf den Punkt! Vielleicht mit der Anmerkung, dass „Strategist“ etwas hochfliegend tönt. Aber so ist es ja nicht: es ist jene Person, die im Projekt die Übersicht behält, mit Bedacht und Umsicht plant und koordiniert sowie alle Stakeholder abholt und vernetzt.

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