Was die USA besser machen als wir

Derzeit schwappt ja nicht wirklich viel Gutes aus den Vereinigten Staaten rüber zu uns. Dank Präsident Trump ist häufiger Fremdschämen angesagt, als bei einer Folge „Frauentausch“. Aber in Sachen Fehlerkultur könnten wir uns, meiner Meinung nach, noch eine Scheibe von den Amerikanern abschneiden.

Während nämlich hierzulande quasi eine Nullfehler-Politik in den meisten Betrieben herrscht, darf man in den USA durchaus auch mal Fehler machen. Es gehört dort sogar dazu, denn nur aus Fehlern kann man lernen. Und Fehler sind schliesslich auch menschlich. Prominente Beispiele gibt es viele, wie die Einführung der „New Coke“, die als historischer Fail in die Firmengeschichte des Getränkeherstellers einging. Oder jüngst Tesla-Gründer Elon Musk, der mit öffentlichem Kiffen oder Hetze gegen die eigene Firma den Börsenkurs ins Wanken brachte. In beiden Fällen musste niemand seinen Hut ziehen, sondern es wurde analysiert was falsch gelaufen ist und draus gelernt. Mitarbeiter in den USA stehen Fehlern also weitaus gelassener gegenüber, während hier schon ein kleines Missgeschick zu Abmahnung oder gar Kündigung führen kann. Multimilliardär Warren Buffett hat einmal gesagt: „Nur wer Fehler macht, sie erkennt und zugibt und dafür nicht gleich reglementiert wird, kann einen wertvollen Beitrag für die Firma leisten. Ich stelle lieber Manager ein, die genug Selbstvertrauen an den Tag legen, eigene Fehler zugeben zu können.“ Denn wer ständig in Angst vor Fehlern lebt, der geht kein Risiko ein und wagt nichts Neues. Pures Gift für eine kreative Branche wie unsere. Aus dem Flop heraus entwickelte Coca-Cola übrigens das Prinzip des Brandings, eine Erfolgsgeschichte die ja bekanntermassen bis heute funktioniert.


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