Warum sprechen wir eigentlich von Datenschutz und nicht von Datendiebstahl? (Und eine mögliche Lösung)

Die Probleme der DSGVO

Das Wort Datenschutz ist spätestens mit der neuen Datenschutzgrundverordnung in aller Munde. Doch die neue Datenschutzgrundverordnung (kurz DSVGO) ist eigentlich keine DSGVO sondern eine DDGVO, also eine Datendiebstahlgrundverordnung.

Denn es geht primär gar nicht um den Schutz der Daten, sondern “nur” um die Publikmachung und Kontrolle des Datendiebstahls. Denn man wird jetzt auf fast jeder Website z.B. mit einer Cookie-Meldung darauf hingewiesen, dass Daten gesammelt werden, doch man kann sich nicht dagegen wehren, man kann es höchstens zur Kenntnis nehmen.

Mit anderen Worten: Google, Facebook und co. sammeln immer noch fleissig Daten über dich. Zwar lassen sie es mich bei jedem Seitenbesuch wissen, doch ich habe ja nicht wirklich eine Wahl und es reicht immer noch völlig, um personalisierte Werbung usw. zu schalten.

Okay, ich gebe zu, diese ganze Datensammlerei der Giganten hat auch Vorteile: Amazon z.B. kennt langsam meine Interessen und schlägt mir deshalb oft spannende Bücher vor. Das hat eine positive Auswirkung auf das Benutzererlebnis. Aber spätestens wenn ich online einen Flug buchen möchte und die Preise beim zweiten Besuch der Website gefühlt doppelt so teuer sind wie beim Ersten, nervt es einfach nur noch, dass die Techgiganten alle Daten von uns haben! Und das schlimmste ist, dass man als Endnutzer dieser Datensammlerei kein Ende setzen kann. (Ausser man hört auf das Internet zu benutzen – auch nicht wirklich eine Alternative in der modernen Gesellschaft)

 

Der Browser SnowHaze – eine mögliche Lösung

Aber vor einiger Zeit habe ich als (noch) Apple User den  sicheren Browser SnowHaze entdeckt.

Im Sommer 2016 von 5 Datenschutzaffinen ETH-Studenten auf den Markt gebracht, werden ausgeklügelte Datenschutzfunktionen gebündelt in einer schönen App angeboten. Dazu gehören automatischer Trackingschutz, automatisches löschen der Cookies nach Verlassen der Website und vieles mehr. Und das Allerbeste: die App ist sogar gratis! Somit kann ich trotz der grossen Datensammlerei einen kühlen Kopf bewahren und erhalte die Kontrolle über meine Daten zurück. Genau das, was die DSGVO versprochen, aber nicht eingehalten hat.

 

Seit dem ich Flüge über diesen Browser buche, habe ich wahrscheinlich schon mehrere Hundert Franken gespart, weil die Preise nicht wegen Informationen über den Nutzer künstlich in die Höhe getrieben werden. SnowHaze löscht nämlich die Cookies nach jedem Seitenbesuch und der VPN versteckt meine IP, sodass die Fluggesellschaft nicht erkennt, dass ich zum zweiten Mal auf ihrer Website bin. Und das allerbeste dabei: das macht der Browser alles selber, d.h. ich muss mich um nichts kümmern. Genial, oder?

 

Hier ist der Link zu ihrer Website: www.snowhaze.ch

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  1. Jonas vor 1 Woche

    Werde ab jetzt nur noch von Datendiebstahlschutz sprechen.

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    • Tibor Janos Kiss vor 1 Woche

      Haha das freut mich 🙂

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  2. Rudolf Probst vor 1 Woche

    Hei Tibor,
    Spannender Artikel, Danke!

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