… und plötzlich ist Home-Office kein Problem mehr

Im Moment ändern sich jeden Tag die Richtlinien (zumindest für Selbstständige in der Schweiz). Die Empfehlung ist seit Wochen dieselbe: Bleibt zu Hause.

Für Joshy und mich gar kein grosser Wechsel, wir machen eigentlich immer Home-Office, wenn wir nicht gerade Kunden besuchen.

Für andere ist das neu. Plötzlich dürfen sie von zu Hause arbeiten. Plötzlich haben alle Manager und Chefs nur noch ein Ziel: Die Infrastruktur so einrichten, dass alle von Zuhause arbeiten können. Und plötzlich ist das Ganze gar nicht mehr so unmöglich wie vor ein paar Monaten gedacht.

In der schwierigen Zeit muss ich mir manchmal etwas Positives vor Augen führen. Und das ist definitiv positiv!

Hier ein paar tolle Facts:

Home-Office ist nicht die Lösung aller Probleme, auch nicht für diese Corona-Krise. Aber es ist ein gutes Beispiel dafür, wie Innovation funktionieren kann.

Warum es plötzlich geht? Ganz logisch.

Wenn man mit Design Thinking nach einer guten Lösung sucht, dann geht man von einem Pain Point aus. Was stört die User?

Der Prozess von Design Thinking: Zuhören, Problem definieren, Ideen sammeln, Prototyp, Testen, Umsetzen.
Der Prozess von Design Thinking

Das Problem: Wer keinen Pain Point hat, der sucht schon gar nicht nach anderen Lösungen. Man kann es unbewusste Inkompetenz nennen, andere formulieren es einfacher: «Home-Office? Das ist mir egal, ich bin zufrieden.»

Und plötzlich, mit dem Virus in den Medien, den veränderten Gesetzen und Verhaltensempfehlungen, plötzlich schmerzt es, kein Home-Office zu haben. Dann geht alles schneller. Zuerst muss man wollen wollen.

Und nach dem Virus?

Auch wenn die Gesetze nach der Krise wieder aufgehoben werden, glaube ich, wir werden nie wieder zum Status, den wir vor der Krise hatten, zurückkehren. Die Regel lautet bei Innovation ähnlich wie bei uns als Kinder am Esstisch: «Zumindest einmal probieren musst du’s.»

Und wer einmal auf den Geschmack gekommen ist, will sich hoffentlich danach nicht einfach mit dem Status Quo zufriedengeben. Das ist meine Hoffnung. Ich hoffe es für eine Wirtschaft, die gewappnet ist. Eine Wirtschaft, die sich verändern kann, weil sie trainiert hat, sich zu verändern. Egal, ob sie das muss oder einfach will.

Mir ist bewusst, dass diese Krise grössere Dimensionen hat als nur Home-Office. Wir erleben gerade täglich, wie schnell sich wieder alles ändern kann. Auch wir haben Aufträge en masse verloren. Aber das soll nicht mein Fazit sein. Ich will mal gute Corona-News verbreiten. Einfach, weil ich es kann. Weil diese Krise nicht nur schlechte Seiten hat. Bleibt zu Hause, bleibt gesund.

Was hat sich bei dir positiv verändert seit dem Virus?


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  1. Notathome vor 2 Monaten

    Home-Office kein Problem mehr???

    Schön und toll für alle, bei denen Home-Office ermöglicht wird. Seid euch einfach bewusst, dass es auch Unternehmen gibt, die Home-Office explizit verbieten, obwohl von den Voraussetzungen her problemlos möglich.

    In unserer Firma, ein KMU-Betrieb in der Industrie- und Metallbranche mit ca. 300 Angestellten am Hauptsitz, gibt es einige Arbeitsstellen, bei denen Home-Office absolut problemlos möglich wäre. Dies wurde auch zu früherer Zeit immer wieder mal praktiziert – einfach immer unter dem Radar des CEO. Ich schreibe hier aus einer Abteilung, wo Home-Office auch unproblematisch wäre. Wir arbeiten alle mit Laptops und könnten ohne Kosten und Aufwand für die Firma sofort auf Home-Office umschalten.

    Unser CEO hat aber für alle Angestellten ein striktes Verbot für Home-Office verordnet. Man ist zwar nun daran, Teams in verschiedene Büros aufzuteilen (Office Splitting). Und in der Kantine wird zeitversetzt gegessen. Aber einzig Mitarbeitende, welche gemäss COVID-19-Verordnung 2 als besonders gefährdete Person eingestuft werden, können einen Antrag auf Home-Office stellen; dies aber nur mit Arztzeugnis!

    Leider hat und hatte unser CEO absolut kein Vertrauen in seine Angestellten und denkt, dass man bei Home-Office einfach zu Hause untätig herumsitzt. Er argumentiert auch damit, dass Home-Office anfänglich «very sexy» sei, aber nach zwei, drei, vier Wochen würden die Leute beginnen daheim durchzudrehen. Und in China hätten sie deswegen die höchsten Scheidungsraten seit je … Da bleibt einem nur noch die Spucke weg, ob solcher Argumentation und Bevormundung.

    Der Empfehlung des BAG, wenn möglich sollten Mitarbeitende im Home-Office arbeiten können, wird also nicht entsprochen.

    Ja, es gibt leider immer noch Leute, die es nicht begriffen haben. Dumm, wenn sie in der Chefetage sitzen.

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    • Simea Merki vor 2 Monaten

      Oh das ist schade zu hören… Wie sagt man: Der Fisch stinkt vom Kopf her… Da kann man nichts machen, wenn die Chefetage nicht voran geht..

      Wahrscheinlich ist das noch längst nicht in allen Firmen, geschweige denn Köpfen, angekommen… Da müssen wir noch dran bleiben 🙂

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    • Thorsten Hamann vor 2 Monaten

      Fehlendes Vertrauen in die Mitarbeiter, archaische Haltungen und Anweisungen – zuweilen hilft es auch, sich daran zu erinnern, dass wir als Wissensarbeiter in der Regel den Luxus haben, uns auszusuchen, wem wir unsere Arbeitskraft verkaufen möchten. Wenn’s nicht passt: Weiterziehen.

      Natürlich im Moment eine zweischneidige Sache – es steht eine riesige Wirtschaftskrise vor der Tür. Daher bei der Auswahl des nächsten Arbeitsplatzes gut darauf achten, dass es ein Betrieb ist, der im Zweifel von der Krise profitiert und nicht auch davon bedroht ist, oder schauen, ob das Wechselrisiko akzeptabel erscheint, wenn es ein wirklich toller Job ist.

      Letztlich ist aber Arbeitszeit auch Lebenszeit, so weit bin ich mit Simea einig, und man sollte sie nicht an einem Ort verbringen, den man so weder akzeptieren noch ins Akzeptable verändern kann.

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    • Marcel Zellweger vor 2 Monaten

      Solche Chefs sollten sich bewusst sein, dass Mitarbeiter nicht ihre Firmen verlassen, sondern ihre Chefs. Wer dort seinen Job verliert, sollte froh darüber sein. (Stichwort «Pain Point».)

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  2. marc vor 2 Monaten

    ihr habt alle keine Kinder, wa?!

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    • Simea Merki vor 2 Monaten

      Stimmt, ich habe keine Kinder. Ich sage ja nicht, das Home Office die Lösung aller Probleme ist. Es muss und wird auch nicht allen dienen. Im Moment ist Zwang, und das ist nie gut. Ich sage nur: Toll, dass viele Firmen jetzt innovativ sein müssen in dem Bereich.

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    • SwissMate78 vor 2 Monaten

      Doch! Und durch Home Office sehe ich meinen 3-järhigen Sohn jetzt den ganzen Tag über anstatt nur 1-2 Stunden am Abend. Klar ist es anfangs eine Umstellung zu verstehen, dass der Papi daheim, aber nicht zum Spielen da ist. Nach einer Woche hat das aber schon sehr gut geklappt. Und dass ich jetzt 40 Minuten Arbeitsweg spare, spielt der Familien- und Freizeit auch nochmals ordentlich in die Karten.

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  3. Kerstin Storch vor 2 Monaten

    Ich bin selbstständig (Kommunikationsdesign) und arbeite 80% von zuhause aus. Von dem her hat sich nicht viel geändert.
    Ich glaube, mein Suchen nach (gut aufgestellten) Mittelständlern als Kunden hat sich bezahlt gemacht – statt unzuverlässiger Werbeagenturen. Diese Firmen haben allesamt so eine “Struktur” dass eine Werbeagentur für Sie zu umständlich ist, jedoch zu klein, um sich eine eigene Abteilung aufzubauen. Jetzt bin ich als Externe „der Kopf“ und werde mit ca. 1–3 Personen (intern) unterstützt.
    Wir planen immer gut vor, hatten aber auch „Zukunftsprojekte“ im Hinterkopf, die wir jetzt anpacken, da eben kurzfristig Geplantes/Messen etc. wegfallen.
    Im JETZT sind sie allesamt gut aufgestellt und werden einigermaßen heil durch die Krise kommen. Weshalb der Fokus schon sehr auf der Zeit DANACH liegt. Und hier wollen sie allesamt aktiv in die Vollen gehen – was mich freut und mein Reden auch bestätigt. Denn oftmals wird ja gesagt: Das ist zu groß für uns, das braucht doch keiner, dafür sind wir zu klein, etc. Vieles klingt für solche Firmen als Spinnerei, weshalb man oft hinterher hinkt, statt voranzugehen. Somit bin ich froh, dass dieses Gefüge durchbrochen wurde und als Chance gesehen wird … und natürlich mein „Job“ erstmal gesichert ist.

    Dir/Euch alles Gute!

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    • Simea Merki vor 2 Monaten

      Das klingt ja toll, eine richtige Chance! Merci fürs Teilen!

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  4. Ivan Kellenberger vor 2 Monaten

    Halt ein wenig ‘martialisch’, doch schon seit langem gibt es ja das geflügelte Wort: “Der Krieg ist die Mutter aller Dinge”, sprich: in Ausnahmesituationen oder Notlagen hat sich die Menschheit am schnellsten weiterentwickelt.
    Ist halt ein wenig wie Darwins ‘Survival of the fittest’ – jetzt wohl einfach ‘Survival of the smartest’.

    Stay safe, stay well – stay at home!

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    • Simea Merki vor 2 Monaten

      Stimmt! Sind wir gespannt, was sich daraus noch ergibt 😀

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  5. SwissMate78 vor 2 Monaten

    Arbeite jetzt auch im Home Office und liebe es! Man verbringt halt doch sehr viel Zeit bei der Arbeit – und jetzt dadurch zu Hause. Hätte nicht gedacht, dass es so einen grossen Unterschied macht und werde sicher ein paar Tag Home Office auch nach der Krise beibehalten. Das ist für mich das Arbeitsmodell, das ich immer gesucht habe – es aber bisher noch nicht wusste 😉

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    • Simea Merki vor 2 Monaten

      Hihi, da ist jemand auf den Geschmack gekommen 🙂 Toll, dass meine Theorie zu stimmen scheint. Viel Spass also im Home-Office!

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