Standard-Tabellen in InDesign ganz leicht erstellen und einfügen – als ICML

In einer Publikation gibt es neben festgelegten Absatz- und Zeichenformaten regelmäßig auch bestimmte Vorgaben für Tabellen. Was die Formate betrifft, würde man diese Vorgaben in Tabellen- und Zellenformaten fixieren. Aber was ist mit der Geometrie, also der Breite, Höhe, Anzahl der Spalten? Auch hier gibt es häufig bestimmte Standard-Tabellenlayouts, die man sich gewöhnlich mehr oder weniger mühsam per Kopieren + Einfügen immer wieder herholt.

Ihr könnt euch mit InDesign auch Vorlagen für bestimmte Tabellenlayouts ganz leicht erstellen und zentral ablegen, sodass jede/r im Team darauf zugreifen kann. Dabei geht ihr wie folgt vor:

Schritt 1: Ein Tabellenmuster erstellen

Erstellt in einem leeren Textrahmen die Tabelle wie gewohnt und wendet sowohl ein Absatzformat für den äußeren Absatz als auch Absatz-, Zellen- und Tabellenformat für die Tabellenzellen an. Weist den Tabellenzellen die gewünschte Breite, ggf. Höhe zu.

Eine Mustertabelle in InDesign erstellen Da das Zellenformat bereits über das Tabellenformat angewendet wird, steht das Zellenformat auf “”, und ihr seht unten links im Zellenformate-Bedienfeld das angewendete Zellenformat.

Schritt 2: Das Tabellenmuster abspeichern

Geht auf “Datei > Exportieren” und wählt als Dateityp den Eintrag “InCopy-Dokument (*.icml)” aus.

Ein Element aus InDesign als ICML-Datei speichern Der Name der ICML-Datei sollte wie gewohnt keine Umlaute oder Leerzeichen enthalten.

Anschließend könnt ihr den Mustertextrahmen mit der Mustertabelle einfach löschen.

Schritt 3: Mustertabelle in den Text einfügen

Ab sofort könnt ihr die gespeicherte Tabelle mit Formaten und Geometrie überall in euren Text einfügen. Wählt dazu bei blinkendem Cursor “Datei > Platzieren” und anschließend eure ICML-Datei:

Die Mustertabelle wieder platzierenNun könnt ihr eure Tabelle mit individuellem Text und Bild wie gewohnt befüllen:

Die platzierte MustertabelleBesonders hilfreich ist dieser Trick, wenn ihr häufiger ganzspaltige Bilder im Text mitlaufen lassen müsst. Der einzige Weg, dies so zu tun, dass das Bild weder über den Text rutscht noch über den Satzspiegel hinaus nach unten ragt, ist, dieses Bild in eine 1-mal-1-Tabelle zu platzieren:

Eine Mustertabelle für ganzspaltiges Bild einfügen

Und damit:

Das platzierte Tabellenmuster für ein ganzspaltiges Bild

Und noch ein Trick: Um nun das Bild zu platzieren, müsstet ihr ja eigentlich wieder zum Auswahl-Werkzeug zurückschalten und anschließend zur weiteren Textbearbeitung wieder zum Text-Werkzeug wechseln. Braucht ihr nicht: einfach kurz die Strg/Befehl-Taste gedrückt halten, dabei den Bildrahmen anklicken, Strg/Befehl-Taste wieder loslassen und wie gewohnt über “Datei > Platzieren” das Bild reinholen.

Die Strg/Befehl-Taste schaltet bei jeden gewählten Werkzeug (Ausnahme: Lücken-Werkzeug) hinter der Kulissen kurzfristig zum Auswahl-Werkzeug – sehr geschickt, wenn man z.B. rasch mal während der Textbearbeitung den Textrahmen vergrößern oder verschieben will.


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