Social Media ist blöd

„Beziehungen werden nicht mehr richtig gelebt“, „alles ist unecht“ und „zu viel macht depressiv“. Wenn über Social Media diskutiert wird, rollen Köpfe. Arbeitsbedingt bin ich täglich auf Social Media. Schlimm? Ich finde nicht. Und ich erkläre gerne, wieso.

Social Media ist der Sirup des Marketings

Marketing hat immer zwei Seiten; Kunst und Strategie:

  • Kunst in Text, (bewegtem) Bild, Ton und einer gelungenen Message.
  • Strategie, damit das ganze zielführend an den Markt gebracht wird.

Bei Social Media gipfelt das Ganze: Echtzeit, Nahbarkeit und doch guter Content. Wie schaffen wir das? Es bleibt eine Gratwanderung und genau das macht Spass.

Messbarkeit

Zweitens ist Social Media (wie die meisten digitalen Marketingplattformen) unmittelbar messbar. Das ist einerseits praktisch, andererseits unglaublich schonungslos.

Miteinander machts Spass

Das Highlight von Social Media ist für mich die beidseitige Kommunikation. Im many-to-many Zeitalter, wo Content untergehen kann ist es eine strategische und künstlerische Meisterleistung, sich abzuheben. Nirgends antwortet dir jemand direkt, wie es auf Social Media passiert. Marketing soll sich nicht anfühlen wie Marketing, sondern wie eine Freundschaft. Kommunizieren mit potenziellen und aktuellen Kunden ist ein echter Mehrwert. Das wird durch Social Media möglich.

Bevor du jetzt einen entzürnten Kommentar schreibst, möchte ich noch etwas festhalten: Ja, Social Media kann destruktiv sein. Genauso wie anderes auch. Essen, Verkehrsmittel, Arbeit, unser Alltag im Allgemeinen. Ich finde es ehrlich gesagt komisch, Kindern ohne weiteres ein Smartphone in die Hand zu drücken und sich dann zu wundern, dass der Konsum ausartet. Der Umgang mit Social Media muss gelernt werden. Genau so wie gesunde Ernährung, Autofahren und guter Umgang mit den eigenen Ressourcen. Bilden, nicht verteufeln!


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  1. Levitation vor 2 Wochen

    Den Umgang mit Social Media muss man lernen. Diese Aussage muss man mal dick und fett unterstreichen. Aber ich habe das Gefühl, dass das genau der Punkt ist, der bei den Meisten noch nicht angekommen ist.
    Ich gehöre selber zur Gen Y und ich habe nicht im Entferntesten das Gefühl, dass die Mehrheit der Social-Media-Nutzer verstanden hat, was er da für ein mächtiges Tool täglich nutzt und konsumiert. Verstanden haben es die, die sich von Berufswegen damit beschäftigen. Influencer, Marketing-Leute…
    Viele Andere denken nach wie vor, es handele sich um ein harmloses Mittel zur Kommunikation. Aber wie weit die Eingriffsmöglichkeiten in den Alltag des Einzelnen wirklich sein können und wie sensibel man mit den Dingen, die man teilt umgehen muss, das beherrschen, meiner Meinung nach, wirklich wenige. Auch in der Gen Y. Und da sehe ich wirklich ein Problem, welche nachfolgende Generation den Umgang und das Verstehen hinter den Algorithmen von Social Media wirklich lernt. Das wird nicht die nächste sein… vielleicht die Übernächste. Hoffentlich!

    Ich wünschte, es würde sich diese Problemstellung „Social Media Lernen“ generell mehr in das Bewusstsein der Menschen drängen.

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  2. Christian Denzler vor 2 Wochen

    Verteufeln tuns die, dies nicht verstehen. Meine Frau hat bewusst gar kein SoMe und ich setze es mehrheitlich beruflich ein. Trotzdem müssen wir immer an unserer Beziehung arbeiten. Das gelingt mal mehr, mal weniger. Es liegt aber immer am Menschen und nicht am Medium, wie stark es in den Alltag eingreift. Drum ist Medienkompetenz so wichtig. Kinder sollten ab einem gewissen Alter begleitet an das Ganze herangeführt werden und hier sehe ich ein Problem. Die meisten Eltern wissen selber nichr, wie sie mit Smartdevices und den neuen Medien umgehen sollen und verteufeln sie entweder oder sie konsumieren hemmungslos.

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    • Simea Ulrich vor 2 Wochen

      Stimmt! Ich hoffe, auch das ändert sich langsam aber sicher. Die Gen Y wird auch erwachsen und kriegt Kinder. 🙂

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  3. Heike Burch vor 2 Wochen

    Hallo Simea, gerade das Lernen ist die Herausforderung. Das Vorleben, wenn man Kindern, wie du sagst, das Smartphone in die Hand gibt, ist so unendlich schwer. Wenn ich selbst am liebsten ständig auf dem Smartphone unterwegs bin.
    Aber wie du sagst, überall Mass halten. Das ist wohl die Übung der heutigen Überflussgesellschaft 🙂
    Danke fürs Dran erinnern.

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    • Simea Ulrich vor 2 Wochen

      Das verstehe ich voll und bin einer Meinung mit dir!

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