Roboter, bitte Bild freistellen

Nein, der Freisteller unten ist nicht perfekt. Und ja, Photoshop-Nerds bringen den von Hand noch besser hin. Darum geht es mir nicht. Ich will aufzeigen, wie künstliche Intelligenz, Machine Learning (oder wie man es immer bezeichnen mag) die repetitive Fleissarbeit überflüssig machen. Arbeit, wie sie heute von Polygrafen, Mediengestaltern, Reinzeichnern, Designern… ausgeführt und den Kunden in Rechnung gestellt wird.

Scheinbar simpler Dienst ersetzt die Handarbeit der Fachleute

Remove.bg zeigt genau, in welcher Richtung es geht

  • Ein auf eine bestimmte Arbeit spezialisierter Dienst. Fokussiert und damit super einfach in der Bedienung
  • Der Dienst ist öffentlich und steht allen zur Verfügung. Auch Nicht-Fachleuten. Weil Drag and Drop braucht keine Ausbildung und keine Berufserfahrung
  • Der Dienst hat eine API (Schnittstelle) und kann in Cloud basierende Workflows eingebunden werden (Cloud Publishing)
  • Der Dienst ist in der kleinsten Version kostenlos und verfügt über Pro-Varianten
  • Der Dienst wird ständig verbessert. Es gibt keine merkbaren Updates
So einfach geht das. Bild hochladen, Roboter arbeiten lassen, fertiges Bild herunterladen.

Und trotzdem beeindruckend, oder?

Hier noch ein weiteres Beispiel. Nicht perfekt, jedoch für viele Anwendungen bereits gut genug. Solche Dienste werden sehr schnell viel besser, weil sie unglaubliche Erfahrungsschätze (Big Data) aufbauen können und so immer optimaler reagieren.

Aufwand zum Freistellen? Drei Sekunden. So lange hat es gedauert, das Bild hochzuladen.

Warum das?

Ich will niemandem Angst machen. Im Gegenteil. Ich will Mut machen, die eigene «Flughöhe» zwischendurch immer wieder zu ändern, um die eigene Arbeit zu spiegeln: Was heisst das für mich? Wie ändere ich mich, um Wissensarbeiter/in zu werden (Wissensarbeit ist exakt das Gegenteil von repetitiver Fleissarbeit)? Was tue ich, um als Wissensarbeiter/in für den Markt attraktiv zu bleiben?


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  1. Anne Eggmann vor 4 Monaten

    Hey cool! Jetzt ist es möglich, remove.bg in Photoshop einzubinden. Gesagt, getan – «und es funktioniert»!
    https://www.adobeexchange.com/creativecloud.details.101546.removebg-for-adobe-photoshop.html

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    • Haeme Ulrich vor 4 Monaten

      yess 👍💪👌

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  2. Johannes Erhazar vor 5 Monaten

    Hallo Haeme,

    ja, wie es Anne sehr treffend formuliert hat: Deine Beiträge sind wie Rosinen.

    Ich danke Dir erneut für Deinen Beitrag. Auch ich kannte die Seite noch nicht. Ich empfinde es auch als erschreckend, wie sich die Technik und unsere Branche weiterentwickelt. Ich sehe es genauso wie Ihr: man darf sich heute nicht mehr auf dem gelernten ausruhen, sondern muss sich stetig weiterentwickeln. Aber genau das liebe ich so an meinem/unserem Job. Ich bezeichne mich, dank Dir Haeme, auch nicht mehr als „reiner“ Mediengestalter, sondern als Wissensarbeiter mit starkem Hang zur IT 😉

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    • Haeme Ulrich vor 5 Monaten

      Ganz schön Johannes. Das freut mich sehr!

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  3. Thorsten Hamann vor 5 Monaten

    Und da sind wir auch wieder beim Thema, welche Zukunft welche Medienberufe noch haben und wie schnell die Berufsschulen und Betriebe auf die echten Anforderungen im Markt reagieren [können]. Ich war einer der ersten Mediengestalter in Deutschland und die Dinge, die ich gelernt habe, werden teilweise schon seit vielen Jahren vollautomatisch erledigt oder sind zumindest so stark technologiegestützt, dass sie auch Ungelernte problemlos durchführen können. Und das ist eine tolle Sache!

    Es bedeutet aber natürlich auch, dass wir Medienschaffende in einer Situation sind, in der das lebenslange Lernen (das ich *auch* toll finde!) dazu führt, dass man viel stärker darauf achten muss, welche Arten von Erfahrung nützlich und auf die neuen Bedingungen anwendbar sind, und welche ein Ham-wer-immer-schon-so-jemacht sind. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen, was die Beratung angeht.

    Und letztlich bedeutet es auch, dass die Menschen, die auf der Suche nach einem möglichst konstanten Job sind, den sie jahrelang machen können, und die Leute mit schlechterer Ausbildung oder geringer Ambition, hinten rüber fallen werden und letztlich unvermittelbar werden.

    Die Arbeitswelt, die sich da abzeichnet, ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Um meine Kinder mache ich mir keine Sorgen, die werden mit Sicherheit Wissensarbeiter. Aber sie haben das auch mit der Muttermilch aufgesogen. Diejenigen, die dieses Glück nicht hatten, müssen Teil der Gesellschaft bleiben können, und letztlich wird es auf lange Sicht schlicht gar nicht genug Arbeit für alle Menschen geben. Auch das finde ich super – wenn wir endlich zu einer Haltung kommen, dass die Effizienzgewinne der Unternehmen zumindest teilweise wieder bei der Gesellschaft landen und uns ermöglichen, viel weniger zu arbeiten und uns stattdessen zu entwickeln.

    Hui, jetzt wird es grundsätzlich. Das ist alles Deine Schuld, Haeme! 😀

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    • Haeme Ulrich vor 5 Monaten

      Lieben Dank Thorsten. Tut gut 🙂

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    • Anne Eggmann vor 5 Monaten

      Wow, Thorsten! Danke für das Teilen Deiner Gedanken. Es wird tatsächlich grundsätzlich 😉 . Auch wenn die heutige Arbeitssituation viele Fragen aufwirft, sich rasend schnell ändert – sie wird immer weitergehen und sich weiter wandeln. Kein Blick nach hinten kann helfen (was ich Dir in keiner Weise unterstelle!), sondern die Sicht nach vorn: Ja, ich nehme an! Wandel ist hoch spannend, hält flexibel und wach.
      Danke deswegen auch Dir, Haeme, der mit gwundriger Energie immer wieder das Feld umgräbst, die Rosinen rauspickst und sie uns präsentierst 😉 . Remove.bg habe ich sogleich abonniert. Tolle Sache!
      Bezüglich remove.bg – ich für mich merke: weg von übertriebenem Perfektionismus! Ich habe ihn in meiner bisherigen Karriere auf geradezu masochistische Weise zelebriert, bin manchmal fast daran zerbrochen. Keiner hat je die Details gesehen, die ich mit Fleiss stundenlang abgeschleckt hatte… Selbstzweck. Wichtig ist die grundsätzliche Botschaft. Stimmt sie, berührt sie – auch wenn ein Härchen noch leicht krumm ist 😉 .
      Jetzt ufere ich auch leicht aus, merke ich gleich.
      Einen motivierten Gruss in die Runde!

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    • Haeme Ulrich vor 5 Monaten

      @Anne: Die Zwänge, welche du beschreibst, kenne ich auch. Sie wurden uns ja eingeimpft. Ich jedenfalls habe es so erlebt, eine Art Brainwash auf wirklich nebensächliche Sachen. Mit der nächsten Generation zusammen vorwärts zu gehen, erlöst mich häufig davon. Und zeigt mir weit bessere Werte. Investiere da, wo es dem Zielmarkt was bringt. Und nicht eine Befriedigung selbst auferlegten Ansprüchen, die auch wirtschaftlich meist nicht sinnvoll sind. Gegenargument, welches dann immer kommt (was du sicher auch schon vernommen hast mit deiner liberalen, agilen Ansicht)? «Das, was du Haeme propagierst, ist Werteverfall». Das sehe ich nicht so. Im Gegenteil: Es ist Investition da, wo sie sinnvoll ist.

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