Publishing mal anders: Der Handschriftenroboter

Die Druckindustrie und Publishing im Allgemeinen sind im Umbruch. Multi-Channel-Publishing bzw. Cloud-Publishing werden oder besser gesagt haben das klassische Publizieren abgelöst. Wer die Welle nicht reiten lernt, wird von ihr verschluckt. Viele Player suchen noch nach ihrem Weg. Für einige heisst es Augen zu und durch, andere wollen es aussitzen und wieder andere lernen die Disruption zu nutzen. Es gibt aber auch einen ganz anderen Ansatz.

Innovativ «back to basics»

Eine Urform des Publishings ist die Handschrift. Sie ist persönlich, emotional und ausdrucksstark. Memos, Glückwunschkarten, Personalisierungen und Briefe kommen handgeschrieben immer gut an und sind wir ehrlich: Wir öffnen handgeschriebene Briefe einiges schneller und lieber als «offizielle» Post.

Dieser Umstand hat clevere Tüftler dazu gebracht, Technologie und Handschrift zusammen zu bringen. Dabei kam der Handschriftenroboter «Sophie» heraus, der von der Druckerei Robert Hürlimann AG mitentwickelt und in der Schweiz exklusiv angeboten wird. Er schreibt jeden beliebigen Text in 13 Standard-Handschriften, die von echten Menschen «gespendet» wurden oder reproduziert eigene von Hand geschriebene Nachrichten und zwar 24/7, wenn es nötig ist. Ganz ohne Sehnenscheidenentzündung.

Auch für Weihnachtsgrüsse geeignet.

Aufbau und Funktion von «Sophie»

Der Roboter funktioniert relativ simpel. Er verfügt über einen Papiereinzug und einen Papierauswurf. Der Einzug fasst bis zu 800 Blatt und der Roboter beschreibt zwischen A6 und A3 (quer) alle Formate sowie Papierdicken zwischen 80 g/m2 und 350 g/m2. Die Stifthalterung befindet sich an einem Arm, der sich auf einer X/Y-Achse in einem gewissen Radius bewegt. In die Halterung lassen sich beinahe alle Schreibwerkzeuge festmachen, die einen Radius von 11 mm nicht überschreiten. Kritisch wird es bei Bleistift, da die Minen schnell brechen durch den Druck.

Softwareseitig wird das Ganze über zwei Applikationen gesteuert. Über die erste Applikation dem «TypEdit» wird der Text erfasst und Personalisierungen vorgenommen. Mit der zweiten Applikation dem «SignAdress» wird die Positionierung der Textblöcke auf dem Papier gesteuert.

Danach findet ein Export in ein BIN-File statt, das über eine SD-Karte auf den Roboter geladen wird.

Fazit

Der Schreibroboter ist ein spannendes Stück Technologie und hilft in unserer digitalen Welt, die Kommunikation wieder persönlicher zu machen. Er empfiehlt sich vor allem für persönliche Memos, Kundenbriefe, Weihnachts-, Hochzeits- oder Geburtskarten und als Signatur-Roboter für zum Beispiel Spendenbestätigungen.

Hier das Video von persönlich.com:


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