Mein Wertesystem mit 3 Gegenständen erklärt

Inhalt Natelhülle

Habt ihr auch so eine Natelhülle, in die ihr kleine Utensilien stecken könnt? Ich musste lächeln, als ich heute mehr aus Zufall geschaut habe, was sich in meiner Hülle alles befindet. Ich glaube es sagt sehr genau aus, was ich auch täglich in meinem Herzen trage.

Die letzten 1.5 Tage habe ich im ehemaligen Kloster in Kappel am Albis verbracht. Im Rahmen meines Nachdiplomstudiums haben wir dort einige wertvolle Inputs zum Thema „Ethik in der Geschäftswelt/unternehmerische Verantwortung“ bekommen.

Am Ende des Unterrichts haben wir einen kleinen Leitfaden bekommen, den ich zum praktischen Mittragen in meine Natelhülle gesteckt habe (gelber Zettel auf dem Foto).

Daheim angekommen wollte ich mir den Leitfaden noch einmal genauer anschauen, weshalb ich den Inhalt meiner Hülle komplett geleert habe. Erst daheim ist mir aufgefallen, dass sich darin eine interessante Mischung befindet, die mein Denken und Handeln mit drei Gegenständen beschreibt:

Zeichnung meiner kleinen Tochter Natalie

Meine Töchter zeichnen mir jede Woche irgend etwas (die Wand im Geschäft ist voll davon). Eine Zeichnung trage ich immer bei mir. Sie erinnert mich nicht nur an meine geliebte Familie, sie inspiriert mich auch. Die Zeichnung erinnert mich daran, die Dinge manchmal einfach aus den Augen eines Kindes zu betrachten. Das hilft mir, aus meinem eigenen Denken auszubrechen und die Situation aus der Meta-Perspektive (ich sage immer 10000 Meter Flughöhe) zu betrachten. Darüber hinaus zaubert mir die Zeichnung immer ein Lächeln auf das Gesicht 🙂

Visitenkarte ztprint

Habt ihr vielleicht schon Simeas Beitrag zur Work-Life-Balance gelesen? Sie spricht mir aus dem Herzen, weil es mir genau gleich geht. Ich trage die Visitenkarte meines Arbeitgebers immer bei mir, weil ich mich als Teil davon fühle. Klar hadere ich manchmal mit dem Management, weil ich gewisse Dinge anders anpacken würde. Trotzdem bin ich stolz darauf, ein ganz kleiner Teil der Firma sein zu dürfen. Dieses Gefühl trage ich auch in mir, wenn ich Feierabend habe. Und da ich ja überall im Privatleben auf einen potenziellen Kunden oder Partner treffen könnte, trage ich immer einige Geschäftskarten bei mir. Selbstverständlich repräsentiere ich das Unternehmen auch dann, wenn ich nicht aktiv am Arbeiten bin!

„Die Gedanken an die Familie umgeben mich bei der Arbeit, an das Geschäft denke ich aber auch in der Freizeit – beides schwingt immer mit“

Leitfaden zu ethischem Denken und Handeln

Neu trage ich jetzt auch den kleinen Leitfaden bei mir. Er steht einerseits für mein christlich geprägtes Wertesystem. Andererseits soll er mir dabei helfen, mein Denken und Handeln ständig zu reflektieren.

„Denn durch das ständige Reflektieren erkenne ich vielleicht, ob ich gerade dabei bin, meinen moralischen Pfad zu verlassen, den ich eigentlich beschreiten will“

Ständige Selbstreflexion ist quasi die Hilfe zur Selbsthilfe, um auf der richtigen Spur zu bleiben (das heisst aber nicht, dass ich diese Disziplin schon beherrsche).

Und was tragt ihr so ständig bei euch? Erkennt ihr euer Denken und Handeln auch in den Gegenständen, die ihr ständig bei euch habt?

Herzlich

Ihr/Euer Michel Mayerle


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  1. Simea Merki vor 4 Monaten

    Spannend und lustig erklärt! Schade habe ich keine solche Handyhülle… 😛

    Please wait...