Kein InDesign CS6 mehr in der Creative Cloud

Adobe hat zwei Lizenz-Änderungen für Creative Cloud Abos vorgenommen. Es betrifft alle Adobe Desktop-Programme, besonders heikel ist es jedoch bei InDesign:

  1. Einige ältere Programmversionen sind nicht mehr autorisiert (Nutzung ist damit nicht mehr gestattet). Dabei auch die häufig benutzte Version CS6 (Version 8) von InDesign
  2. Über die Creative Cloud Desktop App können nur noch die aktuelle und die zwei Versionen davor geladen werden

Die Änderung mit der Autorisierung betrifft ausschliesslich Abonnenten. Wer InDesign CS6 noch als Lizenz gekauft hat (bei CS6 war das parallel zur Miete noch möglich), ist aussen vor.

Um welche Versionen es genau geht, zeigt die Tabelle hier (nach unten scrollen):

Zu installierende Versionen auswählen

Falls du das Recht hast (eigene Lizenz oder Berechtigung vom Admin), kannst du über die Creative Cloud Desktop App ältere Programmversionen installieren. Neu nebst der aktuellen Version nur noch zwei ältere Versionen:

Nicht aufgeführt, aber autorisiert

Die Creative Cloud Desktop App führt nicht alles auf, was Adobe noch zulässt. Es gibt ältere App-Versionen, welche nach wie vor autorisiert und damit legal nutzbar sind. Diese können für Team und Enterprise Abos über die Admin Console oder den Packager installiert werden. Es gibt den Installer auch zum Download. Welche Versionen dies betrifft, zeigt ebenfalls die oben verlinkte Tabelle, InDesign CS6 ist nicht dabei.

Sorge um InDesign

InDesign CS6 ist noch weit verbreitet. Es war eine der stabilsten und schnellsten Versionen. Zudem gibt es viele Publishing-Systeme, in welche seit CS6 nicht mehr investiert wurde, somit also CS6 im Einsatz ist. Und dann sind all die CS6, welche gekauft wurden (vor dem Mietmodell). Viele Druckereien erhalten von ihren Kunden so noch immer CS6-Dateien zur Verarbeitung. Alles halb so wild, InDesign CC kann ja alte InDesign-Dokumente öffnen. Ja, aber nicht verlustfrei. Bei der Konvertierung in neuere InDesign-Versionen gibt es immer wieder Überraschungen. Zum Teil heimtückische, welche erst nach dem Druck bemerkt werden.
Genau das gleiche Problem beim Herunterspeichern von aktuellen InDesigns zu Vorversionen. Auch dies ist nicht zu hundert Prozent sicher, weil es im IDML-Zwischenformat lästige Bugs hat. Wer sicher produzieren will, verwendet während der gesamten Produktion die gleiche InDesign-Version. Nun, das ist nicht mehr möglich für Druckereien, welche InDesign CS6 bis anhin über das Creative Cloud Abo installiert haben und keine CS6-Lizenzen mehr im Schrank haben. Weil InDesign CS6 aus der Cloud ist nicht mehr autorisiert.

Und nun?

Ich hoffe, dass Adobe InDesign CS6 noch autorisiert. Sollte sich was in der Richtung tun, werde ich wieder berichten.


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