«Kannst du mir mal beibringen, wie man Homepages macht?»

Eine Frage, die mich gerne in Verlegenheit bringt: «Chasch mer zeige wiemene Houmpeytsch macht?». Auf der einen Seite will ich hilfsbereit sein und niemandem «an Charre fahra», auf der anderen Seite: «Äh – nei.» Meine diplomatische und sehr ernst gemeinte Antwort an Lernwillige ist immer die selbe: «Kauf dir das Buch von Peter Müller. Wenn du es durchgelesen und noch Fragen hast, schauen wir weiter.»

Gestern kam Peter Müllers aktuellstes Grundlagen-Werk raus: «Einstieg in HTML und CSS». Ich habe es zwar erst flüchtig quergelesen, bin aber jetzt schon überzeugt, dass ich meine Antwort auf obige Frage genau so beibehalten werde.

History lesson, young folks!

Wer kennt es noch, das legendäre «Little Boxes»? Scheinbar mühelos vermittelte Peter Müller darin die Grundlagen von HTML/CSS. Wer’s damit nicht schnallt, schnallt’s nie. Das ist mit allen seinen Büchern so. Sein Talent, trockene und teils komplexe Sachverhalte unterhaltsam und verständlich rüberzubringen, ist beneidenswert. Im Fall würkli.

Ein Jahr später folgte Teil 2 und ging etwas mehr in die Tiefe. Seither wurden diese beiden Bände immer mal wieder erneuert, ersetzt und zusammengefasst. Der neuste Wurf, «Einstieg in HTML und CSS», ersetzt nun die Vorgänger und macht eigentlich genau das Gleiche wie vor rund 15 Jahren die «Little Boxes»-Reihe – einfach angepasst auf’s 2020.

Darum habe ich mir das Buch gleich bestellt

Zugegeben – den «Einstieg in HTML und CSS» habe ich seit Erscheinen des ersten «Little Boxes» hinter mir. Aber Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall. Darum lasse ich es mir nicht entgehen, mit diesem Buch ein paar lockere Grundsteine zu reparieren und schiele auch beim Schreiben dieses Textes immer mal wieder auf mein Tablet rüber, wo mich das eBook angrinst und flüstert «Lies mich!»

Vielleicht ändert sich das mal, aber momentan bin ich nach wie vor überzeugt, dass für einigermassen seriöse Website-Erstellung fundierte HTML/CSS-Kenntnisse unabdingbar sind. Diese machen trotz CMS, Templates und Page Buildern oftmals noch das berühmte «i-Tüpfelchen» aus und vor allem: Sie fördern das Verständnis der Materie. Halt so ein bisschen wie Broschüren-Gestalten im Word oder im InDesign – wend waisch wani main.

Buch oder kein Buch? Das ist hier die Frage.

Was haltet ihr eigentlich so von Büchern? Wenn ich nicht der einzige «Bücherwurm» hier bin, würde ich gerne ab und zu eine Empfehlung abgeben. Thematisch soll es um «digital-kulturelle» Themen gehen und weniger um Lehrbücher wie das hier – zum Lernen bin ich sonst eher in Blogs und Foren unterwegs. Ich würde mich über ein paar Rückmeldungen sehr freuen.

Also, dann geh ich jetzt mal lesen. Sorry Scheff, han hüt kai Zyt zum Schaffa 😉

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  1. Peter Oberzier vor 2 Wochen

    Mein HTML- und vor allem CSS-Wissen könnte auch ein Update gebrauchen. Derzeit hole ich das über das englischsprachige LinkedIn Learning etwas nach.
    Little Boxes habe ich gelesen, als die Gestaltung von Websites weg vom Tabellenlayout hin zu DIV Containern ging. Und das ist schon (sehr, sehr) lange her 😉

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  2. SwissMate78 vor 2 Wochen

    Ich hab den Anschluss beim Webdesign leider etwas verpasst und hoffe immer noch, dass man Websites in Zukunft “wirklich gestalten” kann und nicht mehr programmieren muss. Weg von Codes und Programmierungs-Hieroglyphen, hin zu freiem Kreativprozess. So wie es sich aktuell auch im Bildbearbeitungsbereich oder der Videoproduktion entwickelt. Tolle Ergebnisse für jedermann und -frau, ohne grosse Vorkenntnisse dank Tools die den ganzen verkopften Schnickschnack für den Normalverbraucher runterbrechen.

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    • Denise Rankwiler vor 2 Wochen

      Wäre spannend, wenn das mal so käme – man soll niemals nie sagen! Allerdings sollte man bedenken, dass Videos und Bilder eher starr in ihrer Ausgabe sind. Responsive Websites sind da wohl eine ganz andere Nummer für Kreativ-Software-Programmierer, zumal ja noch Themen wie Barrierefreiheit, Sicherheit, SEO etc. dazukommen. Bis dahin stehen sich der «Freie Kreativprozess», «sauberer Code» und «Tolle Ergebnisse für jedermann/-frau» weiterhin in einem Dreieck gegenüber. So lange werde ich weiterhin Peter Müllers Buch empfehlen. In einem intensiven Wochenende hat man es durchgearbeitet und ist bestens mit den Grundlagen ausgerüstet, die heute halt einfach noch Gold wert sind (und übrigens viel weniger «kompliziert» sind als oftmals angenommen).
      Die Zukunft des Webdesigns ist ein sehr spannendes Thema. Ich nehme es gerne einmal in einem Blog-Post auf. Merci für den Input!

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  3. Haeme vor 2 Wochen

    Hi Denise

    Cool. Das erste Mal, wo ich begonnen habe CSS zu verstehen, war genau mit «Little Boxes». Ich selber lese sehr viel, aber selten Bücher. Ich habe rund 100 Blogs abonniert… (pssst).

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    • Denise Rankwiler vor 2 Wochen

      Dito 🙂

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