Gutenberg unter die Arme gegriffen

Wir haben uns während den letzten Monate Zeit genommen, um die neue Technik für die aktuelle Version des WordPress-Editors «Gutenberg» zu studieren. Dank der Bedürfnisse der neusten Projekte (und auch aus Begeisterung) konnten wir die Technik bereits vor ein paar Monate in unser normaler Workflow einbinden. Aus diesen Erfahrungen kommt eine grosse Freude, dass wir nun so viel mehr mit der WordPress-Core-Technik erreichen können.

Einige unserer aktuellen Layouts können teilweise mit Core-Blöcken ohne Weiteres umgesetzt werden. Wo Anpassungen nötig wären, erreichen wir das Ziel problemlos mit eigenen Einstellungen oder mit eigenem CSS. Dank der tollen und sehr detaillierten Entwickler-Anleitung auf WordPress.org – die zum Teil von Entwickler in der Schweiz geschrieben wurde – konnten wir Blöcke auch selber entwickeln. Dabei ist unser bestehendes Know-How aus unseren Arbeiten an Progressive-Web-Apps in diese Entwicklung eingeflossen.

Wir haben früh bemerkt, dass die Technik für Custom-Blöcke nicht immer so einfach ist, wenn man einen bereits gespeicherten Inhalt weiterentwickeln möchte. Muss man Veränderungen ans HTML in mehreren Schritten vornehmen, werden die bisher erstellten HTML-Schnipsel ziemlich schnell «ungültig». Das heisst, sie können eventuell nicht mehr korrekt editiert werden.

In einem anderen Fall, wo eine ältere Version eines Blocks oft eingesetzt wird und nun neues HTML bedürft, müssen die vergangenen HTML-Schnipsel in der Datenbank ausgesucht und aktualisiert werden.

Zum Glück gibt es eine zweite Möglichkeit – mit sogenanntem «Backend-Rendering» zu arbeiten. In dieser Modelle werden lediglich Daten oder Platzhalter in die Datenbank gespeichert und das HTML zu Laufzeit zusammengesetzt. Gutenberg ist genug schlau, dass man der Vorschau so oder so im Bearbeitungsmodus sieht.

WordPress bietet dieses alternative Vorgehen vom Haus aus. So zum Beispiel eine Beitragsliste: Dieser Core-Block holt seine Daten zur Laufzeit. Würde er die Liste als HTML in die Datenbank speichern, würde die Liste nach der nächsten Veröffentlichung eines Beitrags nicht mehr übereinstimmen.

Wer Erfahrung hat mit Advanced Custom Fields, wird sich über die neulich erschienene Pro-Version 5.8 des Plug-ins freuen. Wir konnten eine der letzten Beta-Versionen bereits vor dem Launch testen und in Zusammenarbeit mit einer Zürcher-Agentur bei einem Projekt einsetzen.

Diese Version des Plug-ins führt die vielen Vorteile von A.C.F. zu Gutenberg ein. Man definiert sehr schnell eine neue Custom-Block-Konfiguration und fügt Felder zu diesem Block hinzu, sogar ganz ohne Javascript-Kenntnis.

Die Übernahme und Implementation des Beispiels aus dem Blog-Post dauert nicht mal 10 Minuten. Die neueste Version des Plug-ins stand vor wenigen Tage frühmorgens zur Verfügung und ich konnte ein Paar (sehr einfache) Beispiele in einer neuen WordPress-Installation schon vor 8:30 im Browser ansehen. Wir freuen uns, diese Erweiterung des Werkzeugs für manche Projekte in unserem Werkzeugkasten zu haben.

(Das obige Video von advancedcustomfields.com bildet die Bearbeitung des verlinkten Beispiel-Blocks ab.)


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