Google kündigt grösste Algorithmus-Änderung seit Jahren an

Gestatten, BERT. Dieser sympathische Name steht für «Bidirectional Encoder Representations from Transformers».

Hinter BERT steht eine Open Source KI-Technik (künstliche Intelligenz), die Google im Herbst 2018 veröffentlicht hat. So kann dieser Algorithmus also auch für andere Tools verwendet werden.

Google spricht in der Ankündigung letzten Freitag von:

«We’re making a significant improvement to how we understand queries, representing the biggest leap forward in the past five years, and one of the biggest leaps forward in the history of Search.»

Deutsch: «Wir verbessern unser Verständnis von Abfragen erheblich und stellen damit den größten Sprung nach vorne in den letzten fünf Jahren und einen der größten Sprünge nach vorne in der Geschichte von Search dar.»

Was ändert sich?

Bisher war die Suche Keyword-basiert. Nun soll der Algorithmus Zusammenhänge besser verstehen. Ein Beispiel:

Ich google: «Darf ich für jemanden in der Apotheke Medikamente kaufen?».

Bisher hat der Algorithmus mit Stichworten gearbeitet. Zum Beispiel: «Apotheke» und «Medikament». Das kann aber alle möglichen Suchergebnisse ausspucken.

Nun wird es anders. Der Algorithmus soll zukünftig verstehen, dass «für jemanden» auch ein wichtiger Teil der Suchanfrage ist. Präpositionen (z.B. wegen, ohne, aufgrund, hinter) werden also besser erkannt.

Die Technologie ist deshalb auch für die Erkennung gesprochener Sprache ein Meilenstein. Sie ermöglicht Computern, die menschliche Sprache besser zu erkennen.

Und jetzt ändert sich alles?

Nein. Google erwartet vorerst eine Verbesserung von zehn Prozent der Suchergebnisse. Und vorläufig auch nur auf der Suchmaschine der USA. Es ist aber damit zu rechnen, dass Google fleissig weiter tüftelt.

Diese Änderung bedeutet aber, dass Inhalt immer wichtiger wird, auch für die Suchmaschinenoptimierung. Je besser die Bots verstehen, desto mehr wird Content matchentscheidend.


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