Glossar für Web-Laien – wenn Ihr Kopf vor lauter UX, SSL und Go-Live nur noch lazy-loadet

Anglizismen und Fachausdrücke sind besonders in der Internet-Branche omnipräsent. Für viele Ausdrücke existiert aber schlichtweg keine passende Deutschübersetzung. Deshalb fällt es Onlinemarketern, Webprogrammierern und Beratern oft schwer, sich leicht verständlich auszudrücken. Mit diesem Glossar wollen wir Klarheit schaffen und die vielen Fachausdrücke, mit denen wir tagtäglich um uns werfen, etwas beleuchten.


301-Weiterleitung

Die 301-Weiterleitung leitet eine URL automatisch auf eine andere URL weiter. Diese Weiterleitung ist permanent. Bei einer temporären Weiterleitung spricht man dagegen von einer 302-Weiterleitung.


404-Fehlerseite

Tippt ein Besucher eine ungültige URL ein oder ruft eine nicht mehr gültige Webseite auf, so erscheint eine 404-Fehlerseite. Eine solche 404-Fehlerseite muss nicht immer langweilig sein. Hier einige gute Beispiele die zeigen, wie Sie Ihre Besucher mit etwas Kreativität trotz einer nicht auffindbaren Webseite bei Laune halten.


Ajax-Support

Ajax ist eine Funktion, die eine asynchrone Datenübertragung zwischen einem Webbrowser und einem Webserver ermöglicht. Das heisst konkret: statische Inhalte müssen nicht ständig komplett neu vom Server abgerufen werden. Es werden nur sich verändernde Seitenteile dynamisch angepasst. Das hat den Vorteil, dass Webseiten schneller reagieren und macht das Surfen für Besucher angenehmer.


Beta Test

Beim Beta Test prüft man eine noch nicht vollständig entwickelte Software (Beta Version) auf Herz und Nieren und sucht nach möglichen Softwarefehlern. Meistens wird die Beta Version einer Software nur einem bestimmten Personenkreis zum Testen zur Verfügung gestellt. In einzelnen Fällen wird der Öffentlichkeit auch eine sogenannte «Open-Beta» bereitgestellt.


Breadcrumb-Navigation

Eine Breadcrumb-Navigation zeigt dem Besucher anhand eines Pfades an, wo er sich innerhalb einer Website befindet. Dies ermöglicht eine einfache und übersichtliche Navigation und der Besucher fühlt sich nicht verloren. Der Pfad ist meistens oberhalb des Hauptinhaltes als kleiner Schriftpfad platziert und verlinkt, so dass man jederzeit schnell auf eine übergeordnete Seite gelangen kann.


Go-Live

Hat eine Software die Testphase erfolgreich durchlaufen und ist Reif für die Veröffentlichung, erfolgt der sogenannte Go-Live, also das live schalten des Endprodukts (zum Beispiel einer Website), wodurch dieses für die Öffentlichkeit zugänglich wird.


Grid

Der «Grid» ist ein Gestaltungsraster, der als Hilfe zum Anordnen von grafischen Elementen dient. Er ist mit einem Spalten-Layout bei Magazinen zu vergleichen. Ein Grid dient als Eintrittskarte zu Responsivem Webdesign. Die auf dem Grid platzierten Objekte und Elemente ordnen sich bei kleineren oder grösseren Bildschirmen dem entsprechenden neukalkulierten Grid an. Besonders verbreitet sind heute der Masonry- und der Isotope-Grid. Beim Masonry-Grid sind alle Objekte verschieden gross, aber die Abstände zum nächsten Objekt immer gleich. Dadurch verschachteln sich die unterschiedlich grossen Elemente automatisch ineinander, wodurch optisch ein ähnliches Bild wie bei einer Ziegelmauer entsteht. Beim Isotope-Grid haben alle Elemente dieselbe Grösse, was zu einer gleichmässigen und «genormten» Rasterdarstellung führt.


Information Architecture (IA)

Dient als Struktur- und Bauplan für eine Website und soll an aktuelle Nutzergewohnheiten anknüpfen. Die «Information Architecture» stellt sicher, dass die Website-Architektur logisch und verständlich organisiert ist und bestimmt die Priorisierung von Informationen.


Interaction Design

Fokussiert auf die Art der Nutzereinbindung in das Geschehen während seines Besuchs auf einer Website, in einer App oder einem Tool. Interaction Design dient zur Bestätigung von getätigten Aktionen. Beispiel dafür kann eine Progressbar (Fortschrittsbalken) oder ein Interaktions-Feedback (zum Beispiel als visuelle Darstellung eines aktivieren Feldes oder Bestätigungshinweises) sein.


Landingpage

Klickt ein Besucher auf einen Werbebanner oder auf einen Eintrag in einer Suchmaschine, landet er auf einer sogenannten Landingpage. Die Idee einer Landingpage ist, den Besucher ohne Umwege direkt zu einem bestimmten Angebot zu führen, das man bewerben will. Die Landingpage ist spezifisch auf diese Inhalte zurechtgeschnitten und enthält ein Response-Element (Formular, Button usw.).


Lazy Loading

Beim Aufrufen einer Website werden normalerweise alle Inhalte auf einmal geladen. Beim «lazy loading» erscheinen die Inhalte jedoch erst, wenn der Besucher diese aufruft, also zum Beispiel beim Herunterscrollen auf einer Seite. Das hat den Vorteil, dass die Website-Performance gefördert wird.


Microsite

Eine Microsite ist eine schlanke Website, die meist ein bestimmtes Thema behandelt und mit einer einfachen Navigation auskommt. Sie ist zwar in einen grösseren Internetauftritt integriert, kann sich aber optisch und thematisch stark davon unterscheiden. Microsites werden eingesetzt um spezifische Produkte, Dienstleistungen oder Events auf eigenständige Art zu präsentieren.


Mobile First

«Mobile First» ist ein Designansatz, bei dem die optimale Darstellung einer Website auf mobilen Endgeräten oberste Priorität hat. Laut einer Studie der A&Y Group nutzen 85% der Schweizer Internetnutzer mobiles Internet. Nicht verwunderlich, dass der «Mobile First» Ansatz immer beliebter wird. Die Vor- und Nachteile von «Mobile First» erläutern wir in diesem Beitrag.


Mouse Over, Roll Over & Mouse Hover

Bezeichnet eine grafische Bedienungshilfe die aktiviert wird, wenn der Maus-Cursor auf einem entsprechenden Element platziert wird. Dies dient dem User als Feedback und zeigt ihm, dass das entsprechende Element interaktiv ist. Beispiele: ein Pop-Up, das einen Beschreibungstext oder eine Vorschau enthält oder ein Button, der sich farblich verändert oder einen Schatten wirft.


Responsive Design vs. Adaptive Design

Werden fälschlicherweise oft als Synonym verwendet. Beim Adaptive Design wird via sogenannten «Breakpoints» für jedes Endgerät eine fixe Anzeigegrösse definiert. Vorteil: Adaptive Design bietet für jedes Gerät die ideale Darstellung. Nachteil: wird schnell aufwändig und teuer. Responsive Design passt sich hingegen nahtlos an und ist automatisch mit vielen Geräten nutzbar, die Darstellung ist manchmal aber suboptimal. Diese Grafik veranschaulicht sehr gut, wie die beiden Designansätze funktionieren. Es gibt jedoch auch Mischformen, die Funktionen von Responsive Design und Adaptive Design verbinden.


SSL

Secure Socket Layer – die sichere Übertragungsart für Daten im Internet. Die Verbindung wird durch ein Zertifikat verschlüsselt, das sogenannte SSL-Zertifikat. SSL lohnt sich, um Kunden- und Besucherdaten zu schützen und so das Nutzervertrauen zu fördern. SSL wird sehr oft für Webshops eingesetzt. Mehr zum Thema SSL lesen Sie in diesem Blogbeitrag.


User Experience (UX)

Umschreibt das Erlebnis eines Nutzers während seines Aufenthalts auf einer Website, in einer App oder einem Tool. Eine gute User Experience sollte sicherstellen, dass die Bedienung einfach, intuitiv und nicht verwirrend ist.


User Interface (UI)

User Interface beschreibt sämtliche dem Nutzer zur Verfügung stehenden Mittel, mit denen er durch die Website, die App oder das Tool navigieren kann. Typische Elemente sind Menus, Buttons, eine logische Farbgebung und Bilder, die den Inhalt wiederspiegeln.


Web-Apps vs. Native-App

Native-Apps werden für Mobile-Betriebssysteme wie iOS, Android oder Windows entwickelt und müssen vom Benutzer via AppStore geladen werden. Web-Apps hingegen werden im Browser aufgerufen und sind geräteunabhängig. Sie müssen also weder installiert noch für ein spezifisches Mobile-Betriebssystem entwickelt werden.


 

Dieser Beitrag erschien am 25.11.2016 im cubetech Blog, von Basil Strahm.


Bildquelle: Freepik

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