[Digital Publishing] 2 minute to go

Vor kurzem wurde ich gefragt was ist der Unterschied zwischen traditionelles und digitales Publishing. Ich antwortete „Kennen Sie den Unterschied zwischen einem Coffee Shop und Coffee to go?“. Falls ja, dann ist doch alles klar, oder?

Im Coffee Shop treffen Sie – abgesehen von der Getränke Auswahl – zwei Entscheidungen: Erstens: wählen Sie einen Wegwerfbecher oder eine Tasse? Zweitens: nehmen Sie das koffeinhaltige Heißgetränk im Café zu sich oder nehmen Sie es mit?
Übertragen auf das Publishing ist die Wahl der Tasse die Wahl des Medien Devices. Oder anders formuliert: wie konsumieren wir unser Getränk. Ein Smartphone (als „Wegwerf Becher“) oder Papier / Tablet als Tasse.

Die Wahl des Medien Devices beeinflusst signifikant unser Medienverhalten. Als Beispiel: Die Beiträge des publishingblog.ch sind kurz und knackig. Die Konsumzeit ist typischerweise 2 Minuten. Zeit genug für einen Gedanken zu vermitteln oder einen Impuls zu setzen. Komprimierte Information in 2 Minuten. Die Publikation ist für die Mediennutzung auf einem Smart Phone optimiert.

Bei einem Tablet oder Papier als Medien Device verhält es sich anders. Es lädt ein sich mehr Zeit zu nehmen und sich länger mit einem Thema auseinanderzusetzen. Man setzt sich hin und genießt die Information in Ruhe. Eine längere Aufmerksamkeitsspanne wird gefordert.

Die Frage für eine Publikation ist also nicht digital oder analog? Sondern mit welchem Medien Device die Publikation konsumiert wird und wie lange die Aufmerksamkeit beim Informationskonsument in der jeweiligen Situation anhält.
Da ich jetzt vermutlich knapp die 2 Minuten überschreite schliesse ich hiermit meinen ersten Beitrag ab.

Weitere nützliche Information zu diesem Thema auf publishingblog.ch:

https://www.publishingblog.ch/die-vierfaltigkeit-der-produktkommunikation/

https://www.publishingblog.ch/dog-eat-dog-warum-stirbt-papier-nicht-aus/


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  1. Horst Huber vor 9 Monaten

    Hallo Joe
    Danke für das Feedback.
    Du hast völlig Recht ein fundamentaler Unterschied zwischen Print und Digitalem. Es wird demnächst einen Beitrag genau zu diesem Thema Content Qualität schreiben. Ich kann aus meiner Erfahrung und Firma erzählen, dass unsere Qualitätsprozesse bei einem gedruckten Werk unserer Website und einen Post völlig unterschiedlich sind.
    Für sprachliche Fehler bitte ich mich zu entschuldigen. Es ist der Geschwindigkeit dieser digitalen Publikation geschuldet.
    Freue mich weiterhin auf kritisches Feedback
    Horst

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  2. Joe vor 9 Monaten

    Spannende Gedanken.
    Schade nur, dass auch hier inzwischen nicht mehr auf sprachliche Qualität geachtet wird. Wie bei den grossen Verlagen. Auch Artikel „to go“ verdienen Rechtschreibung. 😉

    Please wait...