Digital-Kultur in der Verlagsbranche #igd19

Heute vor einer Woche fand die IG Digital 2019 in Berlin statt. Sie stand unter dem Motto „Skillsets für die Zukunft – Wie die Digitalität unsere Branche verändert“. Man merkt, dass sich die Branche bewegt. Zwar wird immer noch viel geredet, die Diskussionen werden aber immer besser. Und es gibt einige ganz konkrete Erfolge zu vermelden!

Digital-Initiative des Börsenvereins

Die IG Digital ist eine Initiative des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels und kümmert sich wie es der Name sagt um die digitalen Themen. Die IG Digital funktioniert über verschiedene Peergroups, die zurzeit folgende Themen bearbeiten: 

  • Content- und Marktentwicklung
  • Digitale Distribution
  • Innovations und Geschäftsmodelle
  • Kultur und Medien
  • Markt und Marketing
  • (Digitale) Produktion
  • (Digitaler) Vertrieb und Handel
  • Livestreams, Webinare und WebTV

Mit anderen Worten: die IG Digital kümmert sich um die «Digitalisierung» der Branche und bearbeitet so ziemlich jedes Thema, das ausserhalb der traditionellen Verlagsprozesse liegt. 

Interaktivere Diskussions-Formate

Ich selbst war zum ersten Mal Gast an der Jahrestagung. Ich habe mir sagen lassen, dass in den letzten Jahren vor allem viel geredet wurde. Von vorne nach hinten. Frontal. Volle Sendeleistung.

Dieses Jahr war anders: es gab zwar zwei frontale Keynotes, dann wurden aber interaktivere Formate ausprobiert. Zunächst eine Fishbowl-Diskussion, also ein Podiumsgespräch mit Zuschauerbeteiligung. 

Danach gab es einzelne Table-Sessions. Im grossen Saal wurde an jedem der runden Tische ein bestimmtes Thema diskutiert und man konnte als Gast zwischen den Tischen wechseln. Da ging es um Themen wie Content First, Podcasts, Blockchain, Influencer, Digitale Leseproben und vieles mehr. Für mich ein spannendes Format, das man gerne im nächsten Jahr noch ausbauen kann. 

Das Nachwuchsparlament

Ebenfalls interessant: das Nachwuchsparlament. Hier können sich junge VerlagsmitarbeiterInnen melden und zu verschiedenen Themen diskutieren. Die Ergebnisse des Nachwuchsparlaments werden an der Jahrestagung vorgestellt und so richtig spannend wurde es, als die Mitglieder des Nachwuchsparlaments dann bei den Table Sessions auch anwesend waren. 

Hier spürte ich Digital-Kultur: Alle Beteiligten tauschen sich zu verschiedenen Themen aus. Die Table-Sessions waren sehr individuell gestaltet und die Ergebnisse grundsätzlich offen. Das hatte viel von einem Barcamp. Hier durchmischten sich denn auch sofort die Welten: einerseits die Alteingesessenen der Branche, andererseits der Nachwuchs und die Quereinsteiger. Alle konnten ihre Themen und Meinungen einbringen. Man ging aufeinander zu und schuf ein gemeinsames Verständnis. Genau so kann man wachsen – auch in der Verlegerbranche. 

Digital-Kultur bei der Haufe Group

Der für mich wichtigste Input an diesem Tag kam von Birte Hackenjos von der Haufe Group. Sie sprach von jungen Hüpfern und alten Hasen – ein Motto, das bestens zu der Jahrestagung passte. Birte beschrieb die Digital-Kultur in ihrem Unternehmen – und den Weg dazu. Da gab es viele Hürden zu überwinden. Es wurden aber auch viele angezogene Bremsen gelöst und neue Ideen verwirklicht. Wer mehr dazu wissen möchte, dem empfehle ich den folgenden Blog-Post:

Birte Hackenjos: »In der Summe bietet die Digitalisierung viel mehr Chancen als Risiken«


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