Die Welt ist vuka! Und jetzt?

Unsere Welt ist volatil, unsicher, komplex und mehrdeutig (ambig). Sich gegen diese Veränderungen zu wehren, ist von mir aus gesehen wenig zielführend. Und braucht zu viel Energie, welche wir sinnvoller nutzen sollten. Aber wie gehen wir mit dieser Tatsache um? Welche Strategien können wir entwickeln, um mit dieser schnellen Welt mitzuhalten?

Dr. Anja C. Wagner (@frolleinflow) übersetzte in ihrem Blog auszugsweise ein Interview mit Tom Friedman im Wall Street Journal. Darin antworte Tom Friedman auf die Frage, was er jungen Menschen heute mit auf den Weg geben würde, mit folgenden fünf Ratschlägen:

Meine erste Regel lautet: Denke immer wie ein Immigrant, denn wir sind alle neue Immigranten im Zeitalter der Beschleunigung.

Zweitens, denke immer wie ein Handwerker. Erledige deine Arbeit immer so, dass du so viel Einfühlungsvermögen, so viel Einzigartigkeit und persönlichen Mehrwert mitbringst, dass sie nicht automatisiert, digitalisiert oder ausgelagert werden kann, und dass du deine Initialen am Ende des Tages in sie einarbeiten willst.

Drittens: Sei immer in der Beta-Phase. Denke immer an dich selbst, als ob du ständig überarbeitet, umgerüstet, umgelernt und neu erlernt werden müsstest. Denke nie an dich selbst als fertig – andernfalls wirst du wirklich am Ende sein.

Viertens: Denke immer daran, dass PQ (Passions-Quotient = Leidenschafts-Quotient) plus CQ (Curiosity-Quotient = Neugier-Quotient)) größer ist als IQ (Intelligenz-Quotient). Gebt mir eine junge Person mit einem hohen PQ und einem hohen CQ, und ich nehme diese Person an sieben Tage der Woche lieber als ein Kind mit einem hohen IQ.

Und schließlich, was immer du tust, ob im öffentlichen oder privaten Sektor, ob an vorderster Front oder als Manager, denke immer unternehmerisch. Denke immer daran: “Wo kann ich hier ein neues Unternehmen gründen, wo kann ich ein neues Unternehmen gründen, dort ein neues Unternehmen gründen”, denn eine riesige Produktionsfirma kommt nicht mit einer Fabrik für 25.000 Personen in deine Stadt. Diese Fabrik besteht heute aus 2.500 Robotern und 500 Menschen. Also brauchen wir drei Leute, die ein Unternehmen für sechs Jobs aufbauen; sechs Leute, die eines für 12 Jobs aufbauen; 12 Leute, die eines für 20 Jobs aufbauen. So werden wir all diese Jobs bekommen. Wir brauchen alle, die unternehmerisch denken.

Diese Aussagen liefern mir sehr gute Antworten auf die eingangs gestellt Frage. Ich kann der VUKA-Welt begegnen, indem ich (be)greifbar, einzigartig und solide arbeite. Dabei Fehler bewusst zulasse, daraus lerne und mich dadurch weiter entwickle. Wenn ich es dann noch schaffe dabei authentisch, neugierig und begeisterungsfähig zu bleiben, kann kann ich mich als spannenden Mit- und Querdenker positionieren und allen Mitstreitern einen Mehrwert bieten.

In diesem Sinne: bleiben wir neugierig und fasziniert!

Das ganze Interview ist hier zu lesen.
Titelbild: Photo by Dmitry Ratushny on Unsplash

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