Die vier Kommunikationswelten

Man verliert leicht den Überblick im Wirrwarr hunderter Touch Points und der Vielzahl an digitalen Medien. Für ein besseres Verständnis von Kommunikation in digitalen Zeiten hilft die Unterteilung in Kommunikationswelten.

Wird das klassische Sender-Empfänger-Kommunikationsmodell von Claude E. Shannon und Warren Weaver  (https://de.wikipedia.org/wiki/Sender-Empf%C3%A4nger-Modell) auf die heutige Medien- und Kommunikationslandschaft übertragen, ergibt sich ein sehr klares Blick. Es gibt vier Kommunikationswelten in denen sich Empfänger, Sender und Botschaften signifikant unterscheiden.

 

Publishing

Im Publishing wird eine Menge von Botschaften zusammengefasst. Sei es beispielsweise ein Blog Beitrag auf publishingblog.ch, in einem Katalog/Leaflet mit tausenden Produktbotschaften oder einem Magazin bestehend aus redaktionellen Artikeln und Anzeigen. Diese Botschaften werden explizit veröffentlicht. Es gibt dedizierte Verantwortliche für das Publizieren dieser Information.

 

Menschliche Interaktionen

Menschen sprechen miteinander und tauschen Botschaften aus. Sei es im persönlichen Gespräch, in einer Hotline, bei einem Vortag.

 

Soziale Netzwerke

Das digitale Pendant zur menschlichen Interkation sind soziale Netzwerke. Über ein digitales Medium kommunizieren einzelne Menschen oder auch Gruppen von Menschen miteinander. Unterhalten sich Menschen über soziale Netzwerke miteinander entstehen daraus wiederum sich selbstverstärkenden Botschaften. Beispielsweise wenn sich genügend viele Menschen mittels Hashtag auf den sozialen Medien austauschen entsteht eine Bewegung. Im negativen Falle nennt man das Shitstorm.

 

Trigger basierende Kommunikation
Digitale Kommunikation ist sehr weitgehend Trigger basierend.  Googlen ist ein alltäglicher Trigger. Ihr sucht nach einem Stichwort und erhalten von Google ein personalisiertes, kontextspezifisches Suchergebnis bestehend aus Werbung und Informationen. Dieser Trigger beeinflusst darauf hin, welche Informationen der Benutzer auf anderen digitalen Medien zu sehen bekommt. Der Kauf oder Suche bei Amazon löst automatisch entsprechende Empfehlungen aus. Ein anderes Beispiel ist digital Signage im Ladengeschäft. Besucherströme, Uhrzeit sind Trigger welche die Darstellung auf den Displays beeinflussen.

 

Besonders interessant sind die Überlappungen der Kommunikationswelten

  • Youtube ist eine Kombination aus Publishing Plattform, das veröffentlichen von Video Clips und einem typischen Sozialen Netzwerk.
  • Alexa verbindet in einem menschlich anmutenden Dialog den Verbraucher mit Amazon.
  • Eine 1:1 personalisierte Direct-Mailing, dessen Inhalt durch eine digitale Marketingplattform zusammen gestellt werden ist eine wirkungsvolle Kombination aus Trigger orientierter Kommunikation und einer „klassischen“ Print Publikation.
  • Die gefürchteten Bots sind in der Schnittmenge zwischen sozialen Netzwerken und trigger basierender Kommunikation einzuordnen

Mir hilft es sehr Touch Points und Medien nach diesen Kriterien einzuordnen. Falls Ihr wollt schreibt in den Kommentaren, wie Ihr Touch Points und Medien einsortieren würdet.

Weitere nützliche Information zu diesem Thema auf publishingblog.ch:

https://www.publishingblog.ch/die-vierfaltigkeit-der-produktkommunikation/

https://www.publishingblog.ch/die-dinosaurier-sind-noch-immer-unter-uns-der-status-des-print-kanals/

 


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