Die Generation Z betritt das Büro

In diesem Text geht es um mich. Und um alle, die in etwa so alt sind wie ich. Ich bin geboren um die Jahrtausendwende und gehöre zur ersten «digitalen Generation». In vielen Köpfen gibt es diese Personen nur in Schulen und Kindergärten. Aber mittlerweile sind die ältesten Mitglieder der Generation Z über 20. Und wahrscheinlich hast auch du Mitarbeitende, die der Generation Z angehören.

Momentan sind fünf verschiedene Generationen in der Arbeitswelt vertreten:

  • Die Traditionalisten, geboren 1930–1945
  • Die Babyboomer, geboren 1946–1964
  • Die Generation X, geboren 1965–1980
  • Die Millennials, geboren 1981–1997
  • Die Generation Z, geboren ab 1997

Eigenheiten der Generation Z

Gemäss Umfragen wollen wir nicht länger als drei Jahre bei einer Firma arbeiten. Wir wollen Abwechslung. Das lohnt sich für Firmen natürlich nicht. Wie bindet man also Personen der Generation Z an eine Firma, so dass sie bleiben wollen?

Der Schlüssel ist gegenseitiges Verständnis anstelle von Anschuldigungen.

Ich hab mich reingekniet und über meine Generation gelesen. Gebührend für unsere Generation habe ich die Liste mit Gifs dekoriert.

Das sind unsere Attribute:

1 Lieber Sinn als Geld

Unsere Vorgänger, die Millennials, lebten nach dem Motto «Lebe deine Träume». Berühmt werden, reich werden, wenig Arbeiten wurde mit Erfolg gleichgesetzt. Auch wir hegen grosse Träume. Aber es gibt da einen grossen Unterschied: Wir können sehr hart arbeiten. Dies aber nur, wenn wir einen Sinn dahinter sehen. Ein häufiges berufliches Ziel ist Selbstständigkeit oder eine Arbeit, die Sinn macht und mir Freiheiten bietet.

Wir können budgetieren. Geld ist zwar wichtig, sobald aber ein Mindestbetrag gewährleistet ist, wird tiefer Lohn verkraftbar. Anders sieht es da mit schlechten Arbeitsbedingungen aus. Wir brauchen andere Anreize für die Arbeit in einer Firma als einen Haufen Geld.

Fazit: Nenne uns den Sinn und wir arbeiten gerne hart.

2 Total digital

Wir kennen keine Welt ohne das Internet. 1995 hatten 14 Prozent aller Erwachsenen einen Zugang zum Internet, 2014 waren es bereits 87 Prozent. Es überrascht nicht, dass wir gerne, ja fast ausschliesslich elektronisch kommunizieren. Wir sind konstant erreichbar. «24/7 online» stresst uns übrigens weniger als ältere Generationen, weil wir die Offline- und die Online-Welt weniger stark voneinander trennen.

Fazit: Verurteile unsere Gewohnheiten nicht.

3 Nicht gebunden

Daher sind uns auch Orte nicht mehr so wichtig. Homeoffice und ähnliche Optionen sind für uns ein Muss. Meetings dürfen also problemlos im Web stattfinden. Wir verbinden nicht nur Offline und Online, sondern auch Leben und Arbeit.

Traurig, aber wahr: Wir sind aufgewachsen mit dem zwanghaften Versuch, die Arbeit vom Leben zu trennen und krampfhaft eine «Work-Life-Balance» zu erreichen. Wir finden diese Trennung mühsam. Deshalb wollen wir Work-Life-Blend. Wir wollen nicht verurteilt werden, wenn wir während der Arbeitszeit eine WhatsApp-Nachricht beantworten. Wir sind aber bereit, auch in den Ferien gelegentlich Mails zu checken.

Fazit: Gib uns Freiheit und wir bieten grosses Engagement.

4 Tolerant

«Trennung» ist für uns auch in anderen Belangen ein Unwort. Unsere Generation ist individualisiert, wir üben allen gegenüber eine grosse Toleranz. Gerechtigkeit zwischen Geschlechtern, Altersklassen und Hierarchien ist uns wichtig. Auch am Arbeitsplatz und auch in Meetings.

Fazit: Begegne uns auf Augenhöhe.

5 Keine Angst vor Fehlern

Wir sind grundsätzlich optimistisch. Sei es in finanziellen Fragen oder auch im Job. Für uns gilt das Credo «Entweder du gewinnst oder du lernst». Wir haben eine hohe Fehlertoleranz und arbeiten nach dem Motto «Trial und Error».

Fazit: Lass uns ausprobieren, testen und Fehler machen. So kommen gute Resultate.

6 Aufmerksamkeit: Kurz, aber schnell

Wir haben das kürzeste Zeitfenster für Aufmerksamkeit aller gegenwärtigen Generationen. Die Generation Z verarbeitet am schnellsten, aber nur für kurze Zeit. Das mag nervig sein, ist aber auch eine wunderbare Voraussetzung für Meetings:

  • Multitasking: Lass uns das Protokoll führen, wir können gleichzeitig mitreden.
  • Informationen priorisieren: Wir sind es gewohnt, dass täglich viele Informationen auf uns einprasseln. Deshalb mussten wir von klein auf lernen, zu unterscheiden: «wichtig» und «unwichtig». So können wir gut ein Meeting leiten und Notizen nachbearbeiten.

Fazit: Wir sind angenehme Meetingteilnehmende und Mitarbeitende, wenn du uns auf Augenhöhe begegnest.

  Bildquellen: Alle animierten Gifs stammen von giphy.com

  Dieser Beitrag erschien zuerst im Meetingkultur Blog.


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  1. Christoph Schmitt vor 4 Monaten

    gran di os !

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    • Simea Ulrich vor 4 Monaten

      Danke viel mal!

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