Datenaufbereitung für den Zeitungsdruck Teil 2: Bildbearbeitung

Zeitungsdruck Vorher Nachher

Wie bearbeitet man ein Bild für den Zeitungsdruck? In diesem zweiten Beitrag aus der Serie “Datenaufbereitung für den Zeitungsdruck” erfahrt ihr genau dies? Ich bearbeite ein Bild genau so, wie ich es im Geschäft ebenfalls tun würde. Dabei erzähle ich euch, welche Gedanken ich mit. im Alltag mache und verrate euch den ein oder anderen Tipp.

Falls ihr den ersten Beitrag verpasst haben solltet, findet ihr ihn HIER.

Links: Original, Rechts: Bearbeitet für den Zeitungsdruck.

Und nein, ich arbeite tatsächlich so gut wie nie mit dem Softproof. Gerade im Zeitungsumfeld halte ich es für unnötig, mich mit den Softproof aufhalten zu müssen. Ich will nicht vergleichen, ob das bearbeitete Bild farblich und von den Tonwertabstufungen möglichst dem Original entspricht (das geht im Zeitungsdruck meistens sowieso nicht). Stattdessen will ich eine schnelle, effiziente Bildbearbeitung, um die tägliche Bilderflut bewältigen zu können.

Ach ja, Licht und Tiefe setze ich seit 15 Jahren auch nicht mehr ab. Es sei denn, es handelt sich um alte, gescannte Dianegative oder dergleichen. Falls ich ein neutrales Grau setzen muss, erledige ich das meistens in Camera RAW (was in diesem Bild aber nicht nötig war).

Falls ihr die gezeigte Photoshop-Aktion auch haben möchtet, schreibt mir einfach eine Mail auf michelmayerle@gmail.com. Ich werde euch diese gerne zustellen.

Nächste Woche zeige ich euch dann, wie ihr eure InDesign-Datei betreffend Farbmanagement aufbaut, wie ihr Bilder platziert und eine saubere PDF-Datei erstellt.

Herzliche Grüsse
Euer Michel Mayerle


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  1. Ueli Mattenberger, VMA Media AG vor 2 Wochen

    Im Publishing Blog vom 15.09.2020 zum Thema «Datenaufbereitung für den Zeitungsdruck Teil 2» hat Michel Mayerle noch den 3. Teil am 22.09.2020 versprochen. Habe ich den übersehen? Ich bin sehr interessiert an diesem 3. Teil. Könnt ihr mir einen Link schicken? Herzlichen Dank!

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    • Michel Mayerle vor 2 Wochen

      Hallo Ueli

      Der Beitrag ist noch nicht erschienen. Ich plane ihn aber sicher nich in diesem Jahr.

      Liebe Grüsse
      Michel

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  2. Hans Meyer vor 2 Monaten

    Danke für den Beitrag.
    Hier noch ein paar Überlegungen dazu:

    Bei solchen Bildbearbeitungen würde ich eigentlich immer die Soft-Proof-Funktion empfehlen, da man dann visuell viel sicherer die Korrekturen ausführen kann
    à la “what you see is wha you get”. Im Prinzip siehst du dann immer schon während der Korrektur, wie diese diese im eingestellten Zielfarbraum aussehen. Allerdings scheint der Camera-Raw-Filter diese Funktion nicht zu unterstützen, er zeigt ebenfalls auch z.B. keine Einstellungsebenen an. Für deinen Workflow wäre das also tatsächlich nicht geeignet. Aber man sollte diese recht effektive Funktion nicht vergessen – auch gerade nicht in Indesign, wenn man dort mit RGB-Bilder arbeitet (was in er Regel der modernere Workflow ist).
    Ich bin ein Fan von medienneutralem Workflow, was meist bei Bildern bedeutet sie .z.B. nicht vorzuseparieren, sondern diesen Schritt erst in der (PDF-)Ausgabe zu vollziehen. Dann können die Bilder z.B. auch gleich in der ursprünglichen Qualität für das Internet verwendet werden, es gibt keine Varianten/Versionen und eigentlich sind alle CMYK-Farbräume effektiv kleiner als sRGB, gerade bei Leuchtfarben. In der Regel ist der Unterschied bei Echtfotografien aber nicht allzu groß. Der Zeitungsdruck ist hier wahrscheinlich wirklich eine große Ausnahme, da die Qualität und der Farbraum von Bildern extrem stark beschnitten wird und eine exklusive Optimierung dafür sinnvoll ist.

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    • Michel Mayerle vor 2 Monaten

      Meiner Erfahrung nach stimmt das Softproof im Zeitungsdruck nur recht vage mit dem wirklichen Druckergebnis überein. Es kann eine Hilfe sein, bringt mir für die Zeitung aber nicht viel. Wenn ich es denn mal haben will, drücke ich kurz Cmd+Y und schaue es mir kurz an. Oder ich lasse mir eine zweite Ansicht des gleichen Bildes öffnen und schalte das Softproof dafür auf dem zweiten Monitor ein. Aber da betreiben wir meiner Meinung nach für ein so kurzlebiges Produkt bereits wieder zu viel Aufwand.

      Die Medienneutralität spielt bei gelieferten Akzidenzjobs für die Zeitung keine Rolle. Hierbei handelt es sich um einmalige Aufträge. Insofern ist ein medienneutraler Aufbau nicht Pflicht (evtl. in der Agentur schon, nicht jedoch bei uns als Ausgabedienstleister).

      Medienneutralität ist dann wichtig, wenn Content first betrieben wird, bzw. wenn im Voraus verschiedene Ausgabekanäle (Print, Web usw.) eingeplant sind. Das wäre bei unserer Arbeit bei einigen eigenen Zeitungsprodukten der Fall, insbesondere bei Wochenzeitungen, wo die Produktlebensdauer etwas länger anhält.

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  3. Ueli Mattenberger, VMA Media AG vor 2 Monaten

    Sehr gut! War für mich eine Super-Lektion, obwohl ich nicht so viele Bilder für den Zeitungsdruck aufarbeiten muss. Vielen Dank.

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  4. Matthias vor 2 Monaten

    Super! Einige Kurzbefehle o.ä. kannte ich noch nicht! Vielen Dank dafür! Und nächstes Mal einfach als Beispielbild ein Typ mit Waschbrettbauch! Dann ist’s gerecht. Danke!

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    • Michel Mayerle vor 2 Monaten

      🙂

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  5. Thorsten Hamann vor 2 Monaten

    Als ich vor 25 Jahren schon gefragt habe, warum für Zeitungsdruck im 30er Raster auf Klopapier pro Bild noch eine aufwendige Farbanpassung gemacht wird, war ich wohl doch Visionär und nicht der nervige Idiot, der immer die seltsamen Fragen stellt. 😂

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    • Michel Mayerle vor 2 Monaten

      Ganz genau. Pragmatisch muss es sein. Da hilft es auch nicht viel, dass wir heute in der Zeitung mit einem 60er-Raster drucken. Die Qualität des gelieferten Materials ist trotzdem nicht besser geworden. Und die Haltbarkeitsdauer einer Zeitung hat wohl noch mehr abgenommen.

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