Das ultimative Mac-Backup

Macs sind recht gutmütige Arbeitstiere. Aber auch sie sind in der heutigen komplexen Systemwelt nicht von gelegentlichen Hickups betroffen. Dagegen hilft ein Backup. Hier zeige ich dir die für mich ultimative Backup-Lösung, die du mit ganz wenig Aufwand nachbauen kannst.

Gut: TimeMachine

OSX hat seit Jahren eine einfache und hervorragende Backup-Lösung eingebaut: TimeMachine. Die ist mit zwei Mausklicks aktiviert und funktioniert absolut verlässlich. Hast du irgendwo noch eine alte externe Festplatte rumliegen? Dann nix wie los: einstecken, TimeMachine anwerfen und du bist safe.

Besser: Carbon Copy Cloner

Einen Nachteil hat die TimeMachine: wenn dein Mac wirklich mal die Grätsche macht, dann braucht es einen Moment, bis du wieder arbeitsfähig bist. Du musst in die Recovery-Partition booten, die Festplatte löschen, OSX neu installieren (8GB!) und dann das TimeMachine-Backup zurückspielen. Das dauert schnell mal einen halben Tag, den man primär wartend vor dem Bildschirm verbringst.

Mit meiner Lösung startest du den abgerauchten Mac neu und bist 2 Minuten später wieder einsatzbereit. Wie geht das?

  1. Besorg dir ein externes SSD-Laufwerk mit USB-C
  2. Besorg dir Carbon Copy Cloner
  3. Erstelle einen Clone deines MacBooks
  4. Fertig

Hier noch ein bisschen detaillierter.

Externes SSD-Laufwerk besorgen

Gönn dir ein externes SSD-Laufwerk von der gleichen Festplattengrösse wie die interne HD deines Macs. Ich kann die T5 von Samsung empfehlen. Die sind sehr zuverlässig und schnell, es gibt sie in mehreren Farben und sie sind recht preiswert (Samsung zahlt mir übrigens kein Geld für diese Empfehlung. Ich find die einfach gut.)

Selbstverständlich kannst du auch SSD eines anderen Brands nehmen. Hauptsache du nimmst SSD-Laufwerke. Die sind nämlich um einiges schneller als jegliche sonstigen externen Festplatten und du sparst viel Zeit und Nerven damit. Zudem sind sie leicht und portabel und du kannst sie jederzeit dabei haben (sonst wird das nix mit den 2 Minuten)

Carbon Copy Cloner installieren

Für mein Backup-Rezept ist Carbon Copy Cloner unerlässlich. Diese App gibts für wenig Geld und sie sollte auf jedem Mac installiert sein. Mit dem Lizenzbetrag unterstützt man einen Software-Entwickler, der ein sehr verlässliches Tool anbietet und dieses auch bei jedem OSX-Update schnell und verlässlich nachzieht.

Nachdem du dein SSD-Laufwerk gelöscht und als APFS formatiert hast, kannst du loslegen.

Einen Clone deines Macs anlegen

Öffne Carbon Copy Cloner und erstelle einen neuen Backupjob. Als Quelle wählst du deine interne Mac-Festplatte, als Ziel das leere SSD-Laufwerk. Das SafetyNet kannst du ausschalten, denn du willst ja einen exakten Clone deines Macs.

Beim Zeitplan kannst du auswählen, dass das Backup automatisch anspringt, wenn Quelle und Ziel verbunden sind. Und du kannst dich regelmässig an das Backup erinnern lassen. Dann stöpselst du dein externes SSD einfach am Mac ein, wartest, bis CCC im Hintergrund sein Ding gemacht hat und du bist safe. Während Carbon Copy Cloner arbeitet, kannst du übrigens am Mac ganz normal weiterarbeiten. Gewöhn dir an, täglich einen Clone zu machen.

Fertig

Was passiert nun, wenn sich dein Mac verabschiedet? Dann hast du einen exakten Clone deines Macs auf dem SSD-Laufwerk.

  • Schalte den Mac aus
  • Stöpsle das SSD-Laufwerk ein
  • Starte den Mac neu und halte dabei die Options-Taste gedrückt
  • Wähle das SSD-Laufwerk als Startvolumen aus

Dein Mac startet nun vom schnellen SSD-Laufwerk und du kannst nach rund 2 Minuten direkt von da weiterarbeiten. Alle deine Daten, Apps und Einstellungen sind vorhanden – wie gewohnt. Mach dein Ding und schau so schnell wie möglich, dass du deinen Mac wieder flott kriegst wenn du dann mal ein wenig Zeit hast, dann reparierst du deinen Mac in aller Ruhe.


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  1. Dominik Thali vor 2 Wochen

    Würde CCC aber grundsätzlich mit einer herkömmlichen Festplatte auch funktionieren? Hab drum eine solche in Gebrauch, und eine 2-TB-SSD (Beispiel Samsung) kostet immerhin rund CHF 360. Das reut mich zwar keineswegs, aber ich frag einfach mal.

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    • Roman Schurter vor 2 Wochen

      Das funktioniert mit jedem Laufwerk. Braucht einfach ein wenig länger.

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  2. 3joern vor 2 Wochen

    Habe in meinem Mac Mini Server eine 2. Festplatte, die jeden Abend um 20 Uhr mit dem Time MaschineEditor die Time Maschine startet und all meine Projekte (kein Systemzeug etc) historisch archiviert. So kann ich, wenn was schief gelaufen ist auf tägliche BackUps zurückgreifen. Einmal in der Woche (Freitags) mach ich über den CCC einen kompletten Klon der Serverplatte auf eine Externe Firewire platte. Diese 2 gleisige Taktik hat mir schon öfters den Hintern gerettet 🙂

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  3. Franjo vor 2 Wochen

    Noch eine kleine Info. Bei neuere Mac’s mit dem T2 Sicherheitschip ist das externe Starten von USB deaktiviert.
    https://support.apple.com/de-ch/HT208198

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    • Roman Schurter vor 2 Wochen

      Danke für den Hinweis. Da ich noch nicht ganz auf der neusten Linie fahre, ist das Thema in meinem persönlichen Backup-Prozedere noch nicht aufgetaucht 🙂

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  4. Christian Denzler vor 2 Wochen

    Oder ganz einfach http://www.backblaze.com 😀

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  5. Achim Trumpfheller vor 2 Wochen

    Ich mache es so:
    Time Machine Backup für die System-SSD. Zusätzlich liegen alle Daten bei mir in der Dropbox (lokal auf einer externen USB-C-Platte), und ich habe noch das alte Packrat-Feature, das ALLE Daten für immer und ewig in allen Versionen speichert. diese „Daten-Platte“ wird zusätzlich per ChronoSync täglich auf eine Synology Disk Station gespiegelt, mit übersichtlichem Versioning, und von dieser Disk Station mache ich dann alle zwei Wochen ein Offsite Backup. 🙂

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  6. Gerd vor 2 Wochen

    Die CCC-Methode ist «nur» ein Havarie-Backup und lässt die Wiederherstellung zwar schnell zu, aber nur zum letzten Clone-Zeitpunkt. Wenn du kurz vor dem Clonen eine Datei versaust hast du einen Tag verloren. Gelöschte Dateien sind beim nächsten Clonen definitiv weg.
    Idealerweise machst du also beides, denn TimeMachine ist nicht nur ein Havarie-Backup sondern auch ein Archivbackup, das dir Versionen einer Datei vorhalten kann. Und wenn du TimeMachine nicht auf eine alte HD sondern auch auf eine SSD machst, geht das sehr fix von sich.
    Und schliesslich: im Havarie-Fall vom Clone aus zu arbeiten find ich eine ganz schlechte Idee, dann hast du nämlich gar kein Backup mehr.

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    • Roman Schurter vor 2 Wochen

      Da hast du recht. Havarie-Backup. Und im Falle einer Havarie bin ich froh, wenn ich eben über diese Methode schnell weiterarbeiten kann. Deine Anmerkungen find ich aber total wichtig:

      1.) verlass dich nie auf EIN Backup, mach immer zwei. Am besten mit verschiedenen Methoden. Die Kombi von TimeMachine und CCC ist definitiv ein Winner-Team

      2.) wenn die Havarie eintritt, dann sollte man so schnell wie möglich wieder in den Normalzustand kommen. Habs oben im Artikel noch ergänzt.

      3.) bei der Havarie hilft es zusätzlich, wenn die Alltags-Daten in der Cloud sind. Dropbox, Google, Microsoft, iCloud – egal: Hauptsache, sie sind jederzeit verfügbar.

      4.) SSD sind sowieso eine gute Investition auch, für TM-Backups. Ich selbst hab 3 solcher externer SSD-Disks im Einsatz und kann nur empfehlen, ein paar Münzen mehr auszugeben und die alten USB-Laufwerke zu ersetzen.

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  7. mahlersilvan vor 2 Wochen

    CCC funktioniert auch gut für wirklich grosse Datenmengen zuverlässig, wo die Timemachine realtiv schnell mal aussetzt oder via WLAN tagelang läuft… Ich denke für kleinere Backups ist Timemachine sehr ok, aber stösst dann schnell an die Grenzen bei grössere Festplatten und vielen Daten.

    guter Artikel!

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