Das Corona-Virus betrifft auch uns

Ihr werdet es bemerkt haben: Hier im Publishingblog ist es zur Zeit grad etwas ruhiger. Wobei, vielleicht habt Ihr es auch nicht bemerkt: die Zugriffszahlen auf den Blog sind zur Zeit grad im Keller – das sagt uns, dass auch ihr grad mit anderem beschäftigt seid, als unser beschauliches Blog zu lesen.

Wir Autor*innen vom Blog waren in den letzten Tagen nicht untätig. Nur war unser Fokus halt woanders. Haeme und sein Team sind als selbständige Agentur grad arg davon betroffen, dass die Aufträge gecancelt werden oder ganz ausbleiben (Haeme hat seine Gedanken dazu in diesem Video geteilt)

Ich für meinen Teil bin Teil des Edupartner-Teams und wir haben uns in den letzten Tagen wie viele andere aufs Homeoffice vorbereiten müssen. Als Medienagentur haben wir Arbeitsplätze, die etwas Pfupf brauchen. Da kann man nicht einfach mal schnell den Laptop zuklappen und nach Hause gehen. Zudem müssen wir den Zugriff auf unsere Server gewährleisten und den Kundendienst umorganisieren. Halt all das, was euch alle in den letzten Tagen auch beschäftigt hat. Wir sind da ruhig und Schritt für Schritt durchgegangen und bald ist unser ganzes Team von zuhause aus am arbeiten. Wir kommunizieren über Skype for Business und treffen uns virtuell, so oft es nötig ist.

Am Wochenende und abends hat mich zudem noch was anderes auf Trab gehalten: wir haben hier in meinem Wohnort Lenzburg eine Nachbarschaftshilfe aufgezogen, die der Bevölkerung zur Verfügung steht. Da wir ja in der Schweiz gerade Lockdown haben, rechnen wir damit, dass in den nächsten Tagen gegenseitige Hilfeleistungen wichtig sind. In Whatsapp haben sich schnell über 100 Menschen gefunden, die tatkräftig mithelfen. Spontan hat sich eine Kerngruppe gebildet, die das Ganze koordiniert. Ich habe in WordPress eine Webseite aufgesetzt und unsere lokale Druckerei hat den Druck eines Flyers übernommen. Dieser wird ab heute im ganzen Ort verteilt. Ich bin selbst beeindruckt, was da innert rund 48 Stunden entstanden ist. Das sind für mich zwei Zeichen:

  • Erstens ist grosse Solidarität da. Wir packen das! Auch wenns momentan grad schwierig ist.
  • Zweitens ist es einmal mehr der Beweis: wenn eine Gruppe von Menschen in Flow kommt und ganz agil Schritt für Schritt vorwärtsgeht, kommt innert kürzester Zeit Unglaubliches zustande.

P.S: wer auch in seinem Wohnort eine Nachbarschaftshilfe organisieren möchte, dem sei als Startpunkt die Webseite „Hilf Jetzt“ empfohlen. Da gibts gute Anleitungen und Tipps, auf was man achten sollte. Selbstverständlich teile auch ich meine Erfahrungen gern.

Hebet Sorg und bleibt gesund!


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  1. Alexandra vor 1 Woche

    Liebe Publishingblogger

    unter dem Titel „Nicht draufloshelfen“ bringt die ZEIT in einen Artikel zur Nachbarschafthilfe in Zeiten von Corona.

    https://www.zeit.de/zeit-magazin/leben/2020-03/nachbarschaftshilfe-coronavirus-infektionskette-solidaritaet-netzwerkforschung
    (Der Artikel ist ein bisschen lang, macht aber meiner Meinung nach auf eine wichtige Überlegung aufmerksam.)

    Demnach könnten „besonders kontaktfreudige“ Helfer eher eine Gefahr als eine Hilfe sein. Genaue Koordination sei deshalb wichtig: Besser nur ein Helfer pro Hilfesuchenden.

    Alles Gute!
    Alexandra

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    • Roman Schurter vor 1 Woche

      Liebe Alexandra. Merci für deinen Hinweis. Ich kenne den Artikel. Wir unternehmen sehr viel, dass unsere Helfer gut informiert sind und wir besprechen jeden Hilfseinsatz sehr eindringlich mit den betroffenen Menschen. Wir sind uns des Risikos voll bewusst und haben dafür auch extra medizinisch geschultes Personal in unseren Reihen gesucht, die uns helfen, Risiken abzuschätzen. Auch das war Aufbauarbeit in der ersten Woche. Liebi Grüess Roman

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  2. Andreas vor 2 Wochen

    Die Seite „Hilf jetzt“ wird in unserem Firmennetzwerk wegen angeblicher Sicherheitsrisiken geblocked. „Auf dieser Seite wurde ein Sicherheitsrisiko gefunden.“

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    • Roman Schurter vor 2 Wochen

      Wie doof ist das denn. Das scheint mir sehr unbegründet. Ich bin aber zugegebenermassen auch nicht der Inhaber dieser Seite, von dem her kann ich wenig zu allfälligen Sicherheitsrisiken sagen.
      Vielleicht liegt’s einfach daran, dass die Seite beim Aufruf den Standort abfragt – es geht ja unter anderem darum, im Verzeichnis sofort eine Auswahl aller Hilfegruppen in der näheren Umgebung zu finden.

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