Chromebook als Hauptrechner: Erster Eindruck

Als Kleinunternehmer war es mir schon immer wichtig, IT so effizient, sicher und preiswert wie möglich zu halten. Seit über 15 Jahren ist mir klar: Was in einer guten Cloud ist, ist sicher, aktuell, hängt nicht von der Laune eigener Hardware ab und ist damit schier wartungsfrei. So liegen all unsere Daten schon seit Jahren in einer gemieteten Cloud. Am Anfang war es Dropbox, dann OneDrive und jetzt schon länger Google Drive (eingebunden über File Stream von Google). Bereut haben wir das nie, im Gegenteil.

Browser als Betriebssystem

Als dann Google 2011 mit Chrome OS ein Betriebssystem vorgestellt hat, welches kaum mehr als ein leistungsfähiger Browser ist, war mir klar: Irgendwann will ich auch meinen eigenen Laptop in der Cloud. Weg von der Pflege und Abhängigkeit eines lokalen Betriebssystems. Mein Login soll mein System sein.

Lange war Chrome OS für mich nicht denkbar, weil der Hauptteil meiner Arbeit immer irgendwas mit InDesign zu tun hatte und InDesign leider bis heute nicht in der Cloud läuft. Nun, dies hat sich geändert. Heute arbeite ich viel mehr mit WordPress als InDesign. Und der Rest (Präsentationen, Tabellen, Texte, Kalender, Email, Chat, Project Management…) ist eh längst im Browser (wir nutzen G Suite und ClickUp).

Diese Woche hatte ich an meinem Windows-Rechner einen Hardware-Schaden (Totalausfall). Wird zwar repariert, aber so schnell kann sich dem niemand widmen. Statt eines Ersatzrechners habe ich dann die Gunst der Stunde genutzt und ein Chromebook mit Chrome OS angeschafft. Das nun verwende ich seit ein paar Tagen.

Der Einstieg, der erste Eindruck

Ohne grosse Evaluation wollte ich «das Original» und habe mich daher für Googles Pixelbook entschieden. Erst nachträglich habe ich in diversen Testberichten gesehen, dass das Ding hervorragend bewertet wird.

Unboxing 😉

Login und los geht’s

Da ich schon länger Chrome als Standard-Browser verwende, war mein Pixelbook von Beginn weg eingerichtet. Ich musste mich bloss mit meinem Google Account einloggen und konnte produktiv loslegen. Die Tastatur bei meinem Gerät ist amerikanisch (ich glaube, das ist aktuell bei allen Pixelbooks der Fall). Ich habe die Belegung auf US international umgestellt, damit ich die Umlaute eintippen kann.

Mit einem USB C Adapter habe ich das Ding bis jetzt absolut problemlos an jegliche Beamer und Bildschirme gebracht: Einstecken und fertig. Einfach noch auswählen, ob der Bildschirm erweitert oder gespiegelt werden soll. Die alte Bluetooth-Maus liess sich auch problemlos mit dem Pixelbook verbinden.

Ich bin extrem effizient. Weil mein Filesystem ist jetzt Google Drive, wo sämtliche Daten unserer Firma liegen. Zudem läuft Chrome auf dem Pixelbook wesentlich schneller als auf sämtlicher Hardware, welche ich bisher gesehen habe.

Aktuell bin ich noch am Testen, mit welchem Texteditor ich CSS schreibe und womit ich meine Bilder bearbeite (Tipps herzlich willkommen). Sobald ich da mehr Erfahrung habe, melde ich mich mit einem nächsten Beitrag. Und auch sonst berichte ich an dieser Stelle über mein komplettes Abheben in die Cloud.


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  1. Beatrice Gasser vor 2 Wochen

    🙂
    Hey Haeme. Ich verstehe ja nur wenig, von dem, was du schreibst. Aber ich hoffe, du hebst nicht völlig ab, und bleibst noch ein bisschen unter uns.
    Herzlich, Madame Béatrice aus der gefühlten Steinzeit (aber es ist ja so gemütlich hier).
    🙂

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    • Haeme Ulrich vor 2 Wochen

      Hallo Beatrice. Keine Angst. Ich teste nur, damit ich herausfinde, was für unsere Community sinnvoll ist. Und dass ich getestete Tipps abgeben kann. Und, dass ich meinem Trieb zu Innovation und Verbesserung nachgehen kann. Und und und 🙂

      Auf die Frage, wie der Desktop der Publisher morgen aussehen würde, habe ich kürzlich geantwortet: «Den gibt es nicht mehr. Er wird komplett mit dem Login (eben zum Beispiel in ein Chrome OS Gerät) ersetzt», genau das bin ich am Testen. Also alles easy 🙂

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  2. Ivo Baeriswyl vor 2 Wochen

    hey Haeme, bringst du auf deinem Chromebook sämtliche Android-Apps zum Laufen? Wenn ich nicht noch auf die CS-Suite angewiesen wäre, hätte ich mir schon lange ein Chromebook angeschaft. Wie du ja in deinem Blog bereits geschrieben hast, auch bei uns ist alles bis auf die CS-Programme in der Cloud. Habe bisher zur CS keine wirkliche Cloud-Alternative gefunden. So bin ich im Clinch zwischen einem Chromebook und einem surface book.

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    • Haeme Ulrich vor 2 Wochen

      Lieber Ivo
      Ich habe bis jetzt noch keine Android App laufen. Meine Idee: Ich möchte gar nicht erst andere Betriebssysteme betreiben (Linux und in Kürze Windows würden ja auch gehen). Ich will herausfinden, wie weit ich so komme. Für die CC nutze ich einfach alte Hardware. Aber das ist in meiner Situation viel einfacher als für dich in der Produktion. Ich kann mir quasi diesen Mehraufwand leisten, weil ich InDesign sehr punktuell und nicht mal eben zwischendurch nutze. Ansonsten bin ich auf der Suche nach Cloud Publishing Werkzeugen. Zum Beispiel spiele ich mit:
      https://designer.gravit.io/
      https://www.photopea.com/

      Hast du bereits Tools gefunden?

      Und: Ich könnte mir vorstellen, dass du in deiner Situation mit Windows basierenden Geräten weiterkommst. Oder du nutzt das Chromebook bewusst als Insel für «alles andere als die CC», was bei mir eben die Hauptzeit darstellt. Was mir am Chromebook extrem gefällt ist die unglaubliche Effizienz. Ist einfach immer bereit, wie mein Phone. Ich merke, dass ich es immer häufiger auch so nutze, um nur mal eben einen Satz zu tippen.

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