Buchst du noch Plakate oder wirbst du schon wirkungsvoll?

Wir leben in einer spannenden Zeit. Dank den kleinen Taschencomputern und neuen Plattformen, die heute beinahe alle mit sich herumtragen, haben wir Zugang zu unzähligen Möglichkeiten von denen Werbetreibende vor 10 Jahren nur geträumt haben. Und doch wird es kaum genutzt.

Zielen und schiessen

Mit dem Aufkommen von Social Media haben wir unglaublich gute Werbetools bekommen und das zu einem sehr günstigen Preis. Dank den User-Profilen von Facebook (inkl. WhatsApp und Instagram), Google und LinkedIn sprich Microsoft können wir unser Publikum so genau anpeilen (Targeting) wie noch nie zuvor. Ein Beispiel: Wenn ich meine ultrasaugfähigen Windeln verkaufen will, kann ich diese Werbung punktgenau an den Mann oder die Frau bringen. Will ich schwangere Frauen zwischen 20 und 30 ansprechen, dann kann ich das problemlos tun. Der Vorteil: Meine Werbung findet Menschen, die sich auch für mein Produkt interessieren und sie ist nicht nur ein Rundumschlag, mit der Hoffnung, ab und zu einen Treffer zu landen.

Nutzerdaten sind das neue Gold und davon haben Google & Co. eine ganze Menge.

Werben ja, aber am richtigen Ort

Ich weiss nicht, wie es euch geht aber: Werbung nervt mich. Jedenfalls wenn es Dinge sind, die mich nicht interessieren oder für die ich beim besten Willen keine Verwendung habe. Anders sieht es aus, wenn ich Dinge angezeigt bekomme, die ich brauche oder die mich interessieren.

«Werbung wirkt, wo sie gewollt und wo die Aufmerksamkeit ist».

Eigentlich logisch. Trotzdem schalten unglaublich viele Firmen immer noch teure TV-Werbung, Plakate und Inserate und kaum FacebookAds, GoogleAds usw.

Warum das aus meiner Sicht schade ist, erkläre ich gerne kurz:

Mir ist bewusst, dass eine erfolgreiche Marketingkampagne eine gute Mischung aus klassischem und digitalem Marketing ist. Trotzdem frage ich mich, wieviel Plakate, Inserate und TV-Spots heute noch bringen (ausser dem permanenten Präsenzmarkieren in allen Medien). Plakate sieht kaum noch jemand. Starren wir doch alle heute auch beim Gehen in unsere Smartphones (mit löblichen Ausnahmen natürlich). Um Inserate zu sehen, müsste man die Zeitung und entsprechende Publikationen in Print lesen, was bekanntermassen auch immer mehr abnimmt und wann ich das letzte Mal im TV Werbung geschaut habe, weiss ich nicht mehr. Was aber machen wir alle, wenn Werbung läuft, die wir nicht überspringen können? Richtig: Wir schauen auf unser Smartphone. Checken Facebook, WhatApp, Instagram oder LinkedIn, googlen etwas oder lesen Onlinezeitung.

Werbung wirkt, wo die Aufmerksamkeit ist und sie ist ganz klar auf unseren mobilen Geräten.

Wer heute nicht investiert bereut es später zehnfach

Im Verhältnis zu klassischen Werbegefässen sind Facebook und Co. enorm günstig, da wir uns sozusagen erst am Anfang befinden. Sobald die grossen Player wie VW, Mercedes, Siemens und wie sie alle heissen, begreifen, dass sie digital mehr herausholen können und mit dem Investieren enormer Summen in Facebook und Google-Werbung beginnen, werden die Klickpreise in die Höhe schiessen. Dann wird man sich ärgern, dass man die Möglichkeiten nicht genutzt hat, als sie noch so erschwinglich waren. Deshalb mein Tipp: Investiert jetzt sinnvoll in Onlinewerbung und da vor allem im Social Media-Bereich. Denn mit (statischen) Bannern auf Newsseiten verhält es sich genauso wie mit Inseraten. Sie werden oft nicht zielgruppenorientiert ausgegeben.

Was meint ihr? Wird Onlinewerbung unterschätzt? Braucht es eine gesunde Mischung? Was haltet ihr von statischen Bannern auf Newsportalen? Schreibt es mir in die Kommentare.


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  1. Thomas vor 5 Monaten

    Seh ich nicht ganz so.
    Wenn ich online ein Video sehen möchte, und es kommt Werbung davor, welche ich nicht nach 5 Sek überspringen kann, dann ist die Werbung nervig und ich klicke das Fenster zu und schaue das Video dahinter nicht an.

    Wenn eine Website Werbung schaltet, welche mich nervt, weil ungefragt irgendwelche Videos los laufen -> Zack ist das Fenster zu.

    Das Netz ist groß und ich kann mir (noch) die Seiten aussuchen, welche ich besuche.

    Und das das Profiling oft gar nicht funktioniert, sieht man an Hand der Werbung, die eingeblendet wird. Da haben Google und Facebook einen riesigen Schatz und wissen ihn nicht zu nutzen..

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    • Christian Denzler vor 5 Monaten

      Mich nervt Werbung grundsätzlich. Der Grund, warum ich z. B. Netflix so liebe. Ich bezahle lieber und werde davon verschont.

      Das ändert aber nichts daran, dass die Aufmerksamkeit heute im Web und vor allem auf den Smartphones ist. Dort nicht zu werben ist fahrlässig. Es geht nicht mehr lang und man findet als Firma nicht statt, wenn man nicht auf Facebook, Instagram usw. Präsenz markiert, sprich wirbt und vor allem Content dafür bereitstellt.

      Momentan gehören Plakate bestimmt zu einem gesunden Medien-Mix dazu. Ich frage mich aber trotzdem, wie effektiv sie noch sind. Noch schlimmer sind Inserate und doch scheinen sie vor allem in der Politik immer noch zu funktionieren. Das kann natürlich auch daran liegen, dass Politik vor allem «ältere» Generationen anspricht, die auch noch Zeitung in Print lesen.

      Studien zum Thema stammen alle von Stellen, die mit Aussenwerbung Geld verdienen. Da ist das Resultat von Anfang an klar.

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  2. Tibor vor 5 Monaten

    Super Beitrag, bin absolut deiner Meinung Christian!

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