Schweizerinnen und Schweizer mögen’s zurückhaltend und relevant – Auswertung Mediennutzung 2018

Vor kurzem habe ich unter anderem auf dem Publishing Blog dazu aufgerufen, an meiner kleinen Umfrage zum Thema «Mediennutzung 2018» teilzunehmen. Dabei ging es mir darum festzustellen, wie heute die verschiedenen Medien, wie zum Beispiel Social Media, TV, Zeitungen usw., verwendet werden und von wem. Geplant ist es, diese Umfrage jährlich zu wiederholen und so einen inoffiziellen Spiegel der Mediennutzung in der Schweiz zu bekommen. Sollte jemand eine offizielle Quelle kennen, die in gleicher Art ins Detail geht immer her damit. Total haben sich gut 100 Menschen daran beteiligt (mehr kann ich mit dem Gratisaccount von SurveyMonkey auch gar nicht auswerten ;)). Danke erstmal dafür. Hier nun also die Auswertung.

An der Umfrage haben gut 58% Männer und knapp 42% Frauen teilgenommen. 13% sind 16 bis 25 Jahre, 27% sind 26 bis 35 Jahre, 38% sind 36 bis 49 Jahre und 22% sind über 50 Jahre alt.

Häufigstes Arbeitsmittel im Alltag ist wenig überraschend das Smartphone gefolgt vom Laptop. Auffallend ist, dass doch 60% immer noch gerne zu Block und Bleistift greifen.

Wie informiert sich Herr und Frau Schweizer?

Mit 71% ist Social Media der Spitzenreiter bei den Informations- und Zeitvertreibmedien. Gleich danach folgen Streamingdienste wie Netflix, Youtube oder Amazon Prime. Nur noch 33% verwenden dafür am liebsten eine klassische Zeitung. Das relativ neue IGTV (Instagram TV) wird doch schon von 4% verwendet. Besonders bei der Altersgruppe der 16 bis 25 Jährigen kommt Snapchat sehr gut an (gut 9%). Vero das soziale Netzwerk, dass Facebook, Instagram und Twitter in einem sein soll, kennt hierzulande allerdings noch kaum jemand. Wenn es euch interessiert, habe ich hier einen externen Artikel dazu verlinkt.

Wenig überraschend mögen die meisten (gut 65%) ein gedrucktes Buch lieber als ein eBook (gut 18%) oder ein Hörbuch (gut 16%). Voice ist stark im Kommen weshalb ich denke, dass Hörbücher oder Podcasts in Zukunft zunehmen werden. Momentan interessieren sich aber noch nicht so viele Nutzerinnen und Nutzer dafür.

Vorlieben in der Kommunikation

Am liebsten kommunizieren die Umfrageteilnehmer über WhatsApp (gut 63%). Der Telefonanruf ist mit guten 16% auf Platz zwei gefolgt von iMessage mit gut 9%. Danach folgen Telegram (gut 4%) und Facebook und Instagram Messanger mit jeweils gut 1%. Erstaunlich: Der sichere Messanger «Made in Switzerland» (Threema) verwendet niemand für seine Kommunikation. Wahrscheinlich aus demselben Grund, weshalb ich ihn kaum brauche: beinahe niemand in meinem Umfeld nutzt ihn.

Wie sieht’s mit Datenschutz aus?

Im Gegensatz zu Amerika mögen wir Schweizerinnen und Schweizer unsere Daten privat. 37% geben an, dass ihnen Datenschutz wichtig ist und 51% sagen, Datenschutz ist ihnen «eher wichtig». 10% halten den Schutz der Privatsphäre für «eher unwichtig» und 2% sagen sogar, dass ihnen der Schutz ihrer Daten völlig «unwichtig» ist.

Welche sozialen Netzwerke mögen wir am liebsten?

Die Frage, welches soziale Netzwerk am beliebtesten ist, wurde so vielfältig beantwortet, dass man kaum einen Favoriten ausmachen konnte. Am häufigsten wurde dann aber doch Instagram genannt, da es visuell und emotional und für viele eine schöne Plattform zum Austauschen von Bildern und Erlebnissen ist.

Und wie sieht’s mit der Frequenz aus?

Bei der Häufigkeit der Posts auf den sozialen Medien unterscheiden die meisten Nutzerinnen und Nutzer zwischen geschäftlich und privat und vor allem nach Qualität und Relevanz. Spannende und gute Posts sind durchaus gerne ein- bis dreimal am Tag gesehen. Werbung oder die typischen Katzenbildli oder Essensposts sollte man zurückhalten einsetzen. Wichtig ist auch, dass die Konsumenten selber entscheiden können, ob und wie oft sie Content von einer Quelle konsumieren.

Im Gegensatz zu Amerika, von wo die meisten brauchbaren Nutzerdaten in Bezug auf Social Media stammen, mögen es die Schweizer ein wenig zurückhaltender. Während eine Frequenz von 11 bis 15 Mal am Tag auf Twitter für Amerikaner normal ist, würde das bei uns wohl eher Nutzer verscheuchen. Trotzdem wissen wir, für was und wie wir unsere Medien einsetzen können und wollen.

Wie gesagt ist das ein kleiner Abriss und keine repräsentative Umfrage. Trotzdem spannend, was dabei herausgekommen ist.

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