Asymmetrische Layouts in InDesign erstellen

Kennt ihr auch solche Layouts wie das nachfolgend abgebildete, bei dem man aufgrund der schieren Spaltenanzahl ziemlich leicht die Übersicht verlieren kann?

Unübersichtliches Layout Unübersichtliches Layout

Warum wurde das überhaupt so angelegt?

Ein häufiger Grund ist: Es sind bestimmte Breiten für die Marginal- und die Hauptspalte vorgegeben. Um diese mit einem symmetrischen Layout abzubilden, wurde nach umfangreichen Berechnungen eine Art kleinstes gemeinsames Vielfaches der vorgegebenen Breiten herausgefunden. Auf Basis dessen wurde ein Layout mit entsprechender Spaltenanzahl erstellt. Viel einfacher ist es jedoch, wenn ihr in InDesign ein asymmetrisches Layout anlegt. Geht dazu wie folgt vor:

Schritt 1:

Tragt auf der Musterseite im Dialogfeld “Layout > Ränder und Spalten” die tatsächliche Anzahl Spalten sowie den gewünschten Steg ein.

Tatsächliche Spaltenanzahl einstellen Tatsächliche Spaltenanzahl einstellen

Schritt 2:

Rechtsklickt mit dem Auswahl-Werkzeug irgendwo auf der Arbeitsfläche und wählt “Raster und Hilfslinien > Spaltenhilfslinien sperren”. Ziel ist es, das Häkchen vor dem Eintrag zu entfernen. Damit sind die Spaltenhilfslinien wieder frei. (Seit CS2 sind die Spaltenhilfslinien unabhängig von den sonstigen Hilfslinien.)

Spaltenhilfslinien entsperren Spaltenhilfslinien entsperren

Schritt 3:

Nun schnappt ihr euch eine der beiden Spaltenhilfslinien und zieht sie im Verbund an die gewünschte Stelle. Zur Erleichterung könnt ihr euch vorher noch eine Hilfslinie ziehen, an die dann die Spaltenhilfslinie sichtbar andockt.

Spalte auf die richtige Breite ziehen Spalte auf die richtige Breite ziehen

Schritt 4:

Fertig! Und nicht vergessen: Jetzt die Spaltenhilfslinien wieder sperren, damit ihr sie nicht aus Versehen mal auf den Dokumentseiten verschiebt.

Das fertige asymmetrische Layout Das fertige asymmetrische Layout

Ein anderer Grund für die Vielspaltigkeit ist die Tatsache, dass es im Dokument mehrere verschiedenspaltige Layouts gibt, etwa für den redaktionellen, den rubrizierten und den rein werblichen Teil. Aber häufig ist es dann für die Bearbeitung und die Übersichtlichkeit einfacher, mehrere Musterseiten mit jeweils einem übersichtlichen Layout zu erstellen.


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  1. Rene Fink vor 4 Jahren

    Falls dann doch eine feineres Raster benötigt wird, kann evt. das Dokumentraster herhalten, oder es werden weitere Ebenen mit Hilfslinien angelegt. So können benötigte Abstufungen weiterer Raster nach Belieben ein und ausgeblendet werden.
    Ich nutze dies Verfahren gerne für die Ausrichtung von Obkjekten, z.B. Bildern an der x-Höhe oder auch Versalhöhe des umfließenden Textes. Dieser wiederum ist am Grundlinienraster ausgerichtet.
    Und für Rudis Beispiel, um Objektbreiten (Bilder, Tabellen, Grafiken, Infokästen…) im feineren Raster in Stufen einzustellen. Als kleinste Einheit eben die Marginalspalte, und bis zur gesamte Breite ein mehrfaches davon.
    Dank solcher “Rastergestaltung” erzeugt man Dokumente mit großer Flexibilität in Breiten und Höhen ohne auf eine optische Regelmäßigkeit zu verzichten. Gerade bei großen Umfängen ist die so erzeugte “optische Ruhe” für den Leser eine Hilfe und der Schriftsetzer/Grafiker muss nicht alles “nach Gefühl” ausrichten, mit dem Risiko mal zu “verrutschen”.

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