5 zentrale Punkte einer Videoproduktion

Jedes Smartphone verfügt mittlerweile über relativ leistungsstarke Kameras und werben mit 4k Aufnahmen. Ein Video zu drehen wurde hierdurch durch einiges einfacher als früher mit den physischen Filmen in den Kameras.

Dennoch oder auch gerade deswegen wird eine professionellere Filmproduktion heutzutage vielmals unterschätzt. Folgend setze ich das Licht auf die aus meiner Sicht fünf wichtigsten, eher technischen, Punkte einer erfolgreichen Videoproduktion.

  1. Gute Planung ist die halbe Miete
    Nachdem die Idee, das Konzept des Videos klar ist, folgt das darauf zugeschnittene Storyboard mit Bildern. Auch die Locations und alle Protagonisten müssen vor Drehbeginn organisiert sein und nicht zuletzt auch das Equipment. Darauf folgt ein Produktionsplan über den ganzen Dreh. 
  2. Ohne Licht geht nichts
    Aus der Fotografie sind vielen Blitzanlagen bekannt. Auch beim Filmen spielt das Licht eine zentrale Rolle. Für jede Sequenz wird es neu ausgerichtet. Das Licht gibt nicht nur Helligkeit, es prägt das Bild und lässt Stimmungen entstehen.
  3. Der Ton macht’s aus
    Das Video spricht nicht nur den Sehsinn an, sondern genauso den Hörsinn. Am Set sollte bei Tonaufnahmen auf hochwertige Mikrofoninstallationen geachtet werden. Aber auch Musik oder Toneffekte, welche erst nachträglich eingebaut werden, können wie das Licht die Stimmung beeinflussen. Der Ton ist also auch ein Gestaltungselement.
  4. Das Maximum aus der Kamera herausholen
    Filmen ist grundsätzlich mit dem Fotografieren verwandt, jedoch gelten teils andere Regeln. Dies betrifft zum Beispiel den Shutter, welcher abhängig von den aufgenommenen Bildern pro Sekunde (24fps/50fps…) eingestellt wird. Beim Filmen setzt man auf flache Farbprofile oder auf RAW. Das flache Bild eignet sich am Besten, um nachträglich im Colorgrading farblich das Maximum herauszukitzeln. Nicht zuletzt ist natürlich der Bildaufbau und die Perspektive ein wichtiger Aspekt. Die Drittel-Regel oder der Goldene Schnitt sind wie in der Fotografie sehr empfehlenswert.
  5. In der Postproduktion die Fäden zusammenführen
    Die einzelnen Szenen sind nun im Kasten. In der Postproduktion werden diese gemäss dem Storyboard zusammengeschnitten. Der Ton wird synchronisiert und z.B. mit Off-Stimmen aus dem Tonstudio, Musik und Effekten ergänzt. Wenn alles passt folgt im Ton das fertige Abmischen und im Video das finale Colorgrading.

Dies war jetzt nur ein Schnelldurchlauf mit wenigen Beispielen. Aber alle diese Punkte gestalten auf ihre Art das schlussendliche Video und tragen einen Teil zum Endprodukt bei. Die Abläufe und der Umfang ist natürlich stark vom jeweiligen Anspruch, dem Ziel und der Story des Videos abhängig. Diese fünf Punkte gelten jedoch als Basic für einen erfolgreich geplanten Dreh.

 

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Einrichten am Set (© Creasquare.ch)

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  1. Joel Weiss vor 2 Monaten

    Arbeitest du mit Adobe Premiere/AE? Mich würde interessieren, wie du den Workflow zwischen diesen beiden Programmen organisierst..? Oft sind ja die AE-Sequenzen nicht gerendert, was im Premiere dann mühsam ist, wenn man die genau auf den Beat oder sonst wie platzieren möchte/muss… Gibts da ein Trick, z.B. irgendwie Vor-Rendern oder so? Ich wünsche mir daher ein Beitrag im Stiele von «Premiere / After Effects – den perfekten Workflow» 😅

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    • Nicolas Jossi vor 2 Monaten

      Danke für deinen Kommentar! Ich nehme mir dieses Thema gerne an und werde darüber etwas schreiben.

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