5 Arten von Meetingteilnehmenden und wie du am besten mit ihnen umgehst

Hat dir ein Meeting auch schon den letzten Nerv geraubt? Nicht etwa wegen dem schwierigen Thema, sondern weil du einfach nicht klargekommen bist mit den Teilnehmenden? Einer redet wie ein Wasserfall, die andere schweigt seit Minute eins. Wir nehmen fünf verschiedene Typen genauer unter die Lupe.

Luftikus

Luftikusse werden auch «Fantasten» oder «Abschweifer» genannt. Sie denken und sprechen unrealistisch, sind übertrieben optimistisch.

Was tun?

  • Wenn er in den Wolken schwebt: Zahlen und Fakten abfragen!
  • Der Luftikus hat oft gute Ideen, die aber leider zu unrealistisch sind. Gib ihm kleine Aufgaben, bestärke sein Denken: «Das klingt gut. Kannst du ein Konzept erarbeiten, wie wir das konkret umsetzen können?»
  • Wenn nichts mehr hilft: Offen zu Aufmerksamkeit und Fokus ermahnen!

Schwarzmaler

Schwarzmalende lieben die Sicherheit. Sie sind eher pessimistisch und hüten sich vor Versuchen mit einem unklaren Ergebnis.

Was tun?

  • Meist sind des Schwarzmalers Anmerkungen nicht unbegründet. Nimm seine Bedenken ernst!
  • Wenn eine Schwarzmalerin einen Gedanken anbringt, einfach nachfragen: «Warum denkst du das?»
  • Lass ihn/sie ein Negativ einer Lösung erstellen. Also: «Wie darf unsere Lösung nicht aussehen?» So könnt ihr euch vor eventuellen Stolpersteinen hüten.

Beobachter

Du musst dir keine Sorgen machen, dass dir Beobachtende ins Wort fallen. Sie sind immer einverstanden und gelten als scheu.

Was tun?

  • Scheue Personen mögen keine grosse Gruppen. Halte die Meetingrunde klein!
  • Für den Beobachter ist eine früh versandte Traktandenliste umso wichtiger. So kann er gut vorbereitet erscheinen.
  • Mach allen klar, dass jeder Beitrag wichtig ist und frage direkt ab: «Tina, was denkst du dazu?»

Dominator

Der englische Name für Dominator ist «Know-it-all». Das umschreibt diese Typen ziemlich klar. Sie sind Selbstdarsteller, wiederholen bereits Gesagtes. Ihre Meinung ist aus ihrer Sicht die wichtigste, sie sind Individualisten.

Was tun?

  • Begrenze die Dauer des Meetings! So kannst du begründen, weshalb nicht jeder Standpunkt mehrmals wiederholt werden kann.
  • Da die Selbstdarstellung keinen Mehrwert bietet, solltest du dieses Verhalten unterdrücken. Ernenne den Dominator zum Protokoll-Schreiber! Dann bleibt keine Zeit mehr für Star-Gehabe.
  • Weitere Tipps gibts im Beitrag von Raffaella zu Selbstdarstellern (LINK).

Boss

Bosse sind selten bis nie die «richtigen» Vorgesetzten. Sie haben immer «eigentlich Wichtigeres zu tun», deshalb würgen sie Themen auch mal ab. Sie fühlen sich sehr mächtig und wollen, dass alle wissen, wie viel sie arbeiten.

Was tun?

  • Übertrage die Meetingleitung an Bosse! Eine Leitungsposition fühlt sich gut an für diese Person. Allen ist klar, dass sie eine hohe Stellung hat. So muss sie nicht mehr bluffen. Zudem sorgt ein Boss, weil er eben überall dringend gebraucht wird, für eine speditive Kommunikation. Aber aufgepasst: Ein Boss zum Meetingleiter zu machen, kann auch die ganze Stimmung zerstören. Hier muss von Fall zu Fall entschieden werden.
  • Flucht nach vorn: Wenn ein Boss mit der Zeit alle nervt mit seinem ewigen «Ich habe Wichtigeres zu tun», einfach mal drauf eingehen: «Okay, dann geh’ du schon mal. Wir machen hier noch fertig.» Das bricht den Stolz und unterbindet das Verhalten in Zukunft.

Meetings sind Hotspots für Konfliktpotential, weil so viele Typen aufeinandertreffen. Jeder ist anders. Und das ist gut so. Denn jeder Typus hat seine Stärken. Wichtig ist, die Stärken zu nutzen, sodass die Schwächen weniger stören.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst im Meetingkultur Blog.


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