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Cloud Publishing, Digital Publishing

Megawechsel bei Adobe: DPS wird AEM Mobile. Was heisst das für dich?

22. Februar 2016 3

Adobe ersetzt die Digital Publishing Solution (DPS) mit AEM Mobile. AEM Mobile ist weit mehr als ein neuer Name für die DPS: Zum Paket gehört jetzt auch eine für Apps optimierte Version des Adobe Experience Managers (AEM). Das hat massive Auswirkungen aufs gesamte Produkt, auch aufs Preismodell. So geht es weiter und zwei Alternativen zur klassischen DPS.

AEM Mobile ist anders positioniert, als es die ursprüngliche DPS war. Mit dem neuen Produkt sollen Enterprise-Unternehmungen angesprochen werden. Klassische Publishing-KMUs gehören infolge des neuen Preismodells nur noch selten zum möglichen Zielmarkt.

“AEM Mobile ist ein Enterprise-Produkt mit Enterprise-Funktionen zu Enterprise-Konditionen.”

Was passiert mit DPS-Apps?

Für DPS-Kunden ändert sich vorerst technologisch nichts. Die DPS-Funktionen werden in die “on-demand Services” des AEM Mobile überführt. Das ist eine Untergruppe von “AEM Mobile”. Leider können die “on-demand Services” nicht separat gemietet werden.

Wer noch mit der alten DPS (vor DPS 2015) arbeitet, kommt nicht um eine Migration auf DPS 2015 respektive AEM Mobile herum. Oder sucht sich eine andere App-Lösung.

Das ist AEM Mobile

  • Zentralisiertes Asset- und Content-Management mit dem Adobe Experience Manager (AEM)
  • Design und Management nativer Apps
  • Marketing Services (Adobe Marketing Cloud)
  • Erweiterungsmöglichkeiten für Entwickler über Apache Cordova (Phone Gap). Adobe will die erste erweiterbare Version von AEM Mobile Ende März ausliefern. Es soll dann auf Funktionen der Mobilgeräte zugegriffen werden können – zum Bespiel Kamera, Kontakt, Dateien und Location Services

Zusammengefasst bietet AEM Mobile also die Möglichkeit, den Inhalt direkt in Adobes Content Management System (AEM) zu erstellen und künftig über Apache Cordova Apps schier unendlich mit eigenen Erweiterungen ausbauen zu können.

Kosten AEM Mobile

Natürlich hat ein solcher Ausbau und die Umpositionierung Einfluss auf das Preismodell. Adobe publiziert – wie schon bei der DPS 2015 – keine Preise. Vielmehr sind die Kosten abhängig von der Art der App und individuell mit Adobe oder Adobe-Partnern zu klären. Aus direktem Adobe-Umfeld wissen wir, dass der Einstiegspreis in der Höhe von früheren Enterprise-Projekten liegen soll, also höhere fünfstellige Summen pro App und Jahr.

DPS Alternativen: Für jedes Budget die passende Lösung

Klassische Publishing-Unternehmen (KMUs) können sich die neuen Kosten kaum leisten. Für die haben wir in den letzten Wochen unter Hochdruck Alternativen gesucht, getestet und für gut befunden. Und so sehen wir die neue Digital-Publishing-Landschaft:

  • Pugpig: Apps mit HTML erstellen, Datenverwaltung über ein Web CMS, zum Beispiel WordPress
  • Twixl Publisher: Apps mit InDesign, PDFs, Redaktionssystem und HTML erstellen
  • AEM Mobile (vormals Adobe DPS): Enterprise Apps für Enterprise-Projekte

Wie weiter?

Das digitale Publishing ist nach wie vor extrem interessant. Und es gibt für jedes Bedürfnis auch die passende Lösung. Jedoch ist der Markt wesentlich komplexer geworden. Darum bieten wir ab sofort das Seminar “Digital Publishing Übersicht und Strategie” an. Dies als öffentliches Seminar wie auch als Firmenschulung.

Linksammlung

Ankündigung AEM Mobile
Adobe-Webinar für bestehende DPS-Kunden
Adobe Webinar: Von DPS zu AEM Mobile

Aktuelle Publishing-Seminare von WeLoveYou

  • Twixl Publisher: Apps für Tablets und Phones selber erstellen (Zusatztermin)

    21.07.2016 - 22.07.2016 - 9.00 - 16.00
    «Twixl Publisher» ist eine preiswerte Lösung, um ohne Programmierung professionelle Publikationen und einzelne Artikel in Apps zu publizieren. Dabei sind unterschiedlichste Datenquellen möglich: Von InDesign über WordPress bis zu TruEdit wird die Lösung jeglichen Bedürfnissen gerecht.
    WeLoveYou, Aemmenmattstrasse 22, 3123 Bern-Belp (nahe Bern City)
  • SEO – so wird deine Website bei Google gefunden

    11.08.2016 - 9.00 - 16.00
    Lerne, wie du mittels Suchmaschinenoptimierng (SEO) die Sichtbarkeit deiner Website bei Google und Co. optimierest und so mehr Besucher auf deine Website lockst.
    WeLoveYou, Aemmenmattstrasse 22, 3123 Bern-Belp (nahe Bern City)
  • UX-Design und Prototyping mit Adobe Experience Design

    17.08.2016 - 9.00 - 16.00
    Lerne, wie du mit Adobe XD verblüffend einfach und effizient Websites und Apps gestaltest und diese in interaktiv bedienbare Prototypen verwandelst.
    WeLoveYou, Aemmenmattstrasse 22, 3123 Bern-Belp (nahe Bern City)
Haeme Ulrich
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Haeme Ulrich

Trainer, Speaker, Consultant bei WeLoveYou
Haeme Ulrich, haeme.ulrich@weloveyou.ch, bloggt seit Jahren zu Publishingthemen. Seine Vorliebe gehört Innovationen und cleveren Workflows. Er arbeitet als Trainer, Speaker und Consultant bei WeLoveYou.
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3 Kommentare

  • Reinhard sagt:

    Die Wege trennen sich dann wohl… ich war ja einst froh dass es eine gute Alternative zu dem teuren Quark mit der etwas überheblichen Firmenleitung, Hotline und Service gab. Viele haben Adobe zum jetzigen Marktbeherrscher gemacht. Eine solche Entscheidung „weg vom kleinen Vieh“ kann ich in keinster Weise nachvollziehen… bleibt nur noch das Umschauen, testen und angehen der Alternativen…. F*** adobe®

    • trych sagt:

      @Reinhard, du sprichst mir aus dem Herzen.
      Ich kann den produktstrategischen Kurs, den Adobe seit CC fährt auch nicht gutheißen. Ich werde so lange es mir möglich ist, weiter mit CS6 unterwegs sein und mich dann nach Alternativen umsehen. F*** adobe®, indeed.

  • Jan sagt:

    Unglaublich was Adobe sich da leistet! Nicht nur das wir in den Vergangenheit jährlich mit einem neuen Geschäftsmodell konfrontiert wurden — jetzt muss man dem Kunden auch noch sagen, leider geht es wohl nicht mehr mit Adobe. Ausser man hat zu viel Geld übrig! Müssen wir demnächst, alle die wir in die CreativCloud gegangen sind, damit rechnen das der Preis sich für das monatliche Abo auch vervielfacht. Adobe — ihr habt sicherlich super Lösungen, vielleicht sogar die Besten — aber mit so einem unberechenbaren Partner mag man nicht langfristig zusammen arbeiten!
    Ach, im übrigen haben ein paar große Banken in Deutschland vor ein paar Jahren auch gemeint, sie müssen sich nicht mehr mit den kleinen Sparanlegern und Bankkunden abgeben — es hat nicht lange gedauert, bis sie sich das als großen Fehler eingestehen mussten. Eine davon macht heute sehr viel Werbung um genau diese Kunden wieder zu bekommen. Naja, ihr habt ja genug Geld …

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